Der NSU und das Gedenken an seine Opfer

Nachgehört: Nazi-Netzwerk NSU
Ein Radiofeature von Ralf Homann und Thies Marsen

„Der NSU war nach dem Ergebnis der Ermittlungen […] stets eine singuläre Vereinigung aus drei Personen“, sagt der Generalbundesanwalt. Doch Strategie und Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds waren alles andere als isoliert und einzigartig. Rechte Terrorakte gab es in der Vergangenheit in ganz Europa und den USA. Folgt man den Spuren des Terrors, stößt man immer wieder auf das nationalsozialistische Netzwerk „Blood & Honour“. Zum harten Kern zählten – laut Ermittlern – auch die späteren NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Bönhardt und Beate Zschäpe. Doch Vernetzungen spielen bei der Aufarbeitung der NSU-Morde kaum eine Rolle. Stattdessen verfolgen die Behörden lediglich die „erweiterte Einzeltätertheorie“. Werden die terroristischen Gefahren von rechts schon wieder unterschätzt?

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Und wer sich nicht nur informieren, sondern auch aktiv werden will:

NSU-Terror: Staat und Nazis Hand in Hand – Rassismus in der Gesellschaft bekämpfen! Demonstration am 1. November in Berlin 2014
Start um 13:30 U-Bahnhof Gesundbrunnen/Hanne-Sobek-Platz
Den Aufruf der Initiative Keupstraße ist überall lesen

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Straßenumbenungen am 4. November

Am 4. November um 17:30 Uhr wird in verschiedenen Städten jeweils eine Straße im Gedenken an die Opfer umbenannt. Initiiert wurde die Straßenumbenennung von einem bundesweiten Bündnis, dem Initiativen u.a. aus Nürnberg, München, Hamburg, Berlin, Rostock, Kassel und Köln angehören.

Das Bündnis der Initiativen koordiniert die Aktion, damit alle Namen der Opfer der rassistischen Mordserie vorkommen. Bitte meldet Euch – wenn ihr eine solche Umbenennung unterstützen oder eine Straße umbenennen wollt – per Mail bei: initiative@keupstrasse-ist-ueberall.de.
Es gibt einige fertig erstellte Materialien (lokaler Einladungsflyer mit Textbausteinen, Straßenschilder mit den Namen der Opfer, Erklärungstafeln, Presseerklärung), die hier bereit liegen.

MITSTIMMEN! Nowawiese nicht an die Schlösserstiftung übergeben

Bis zum 9. November können alle PotsdamerInnen über den Bürgerhaushalt 2015/16 abstimmen.

Der Kinderfussballverein Concordia Nowawes hat den Vorschlag „Nowawiese nicht an die Schlösserstiftung übergeben“ eingebracht:

Die Stadt Potsdam soll die Grundstücke auf dem Vorplatz des Babelsberger Parkes nicht an die Schlösserstiftung übergeben. Stattdessen sollte der gesamte Grünstreifen zwischen Nutheschnellstraße und Park Babelsberg an den Verein SV Concordia Nowawes verkauft oder verpachtet werden. Durch eine Übergabe an einen gemeinnützigen Kinderfußballverein kann eine Freizeitnutzung für Sport und Erholung sicherstellen. Die Fläche sollte zur Nutzung für den Freizeitsport erhalten und behutsam entwickelt werden. Eine Verpachtung oder ein Verkauf würde zusätzliche Finanzmittel in die Stadtkasse bringen.

Abstimmen kann mensch schnell und unkompliziert im Internet:
Für die Nowawiese abstimmen
Überblick über die Votierungen

Warum ruft die datscha zur Abstimmung auf?

Noch immer gibt es Gerüchte über einen möglichen Grundstücktausch zwischen Stiftung und Stadt, bei dem auch das Grundstück, auf dem die datscha steht, eine Rolle spielt. Ginge es nach dem Willen der Schlösserstiftung wäre das datscha-Grundstück ein Ausgleich für eine an anderer Stelle an die Stadt abgetretene Fläche. Da die Stiftung nicht gerade ein Fan von selbstverwalteter, bunter Kultur ist, stellt ein solcher Kuhhandel in der Konsequenz in jedem Fall eine Bedrohnung für die Existenz der datscha dar!
Der Vorschlag von Concordia Nowawes ist von daher ein Vorschlag in die richtige Richtung: Die Sicherstellung der Flächen zwischen Nutheschnellstraße und Babelsberger Park als öffentliche und zugängliche Freizeit- und Erholungsflächen durch einen gemeinnützigen Verein, anstatt nochmehr exklusiver Weltkulturerbeflächen in Stiftungshand.

Also gebt der datscha (indirekt) und Concordia Nowawes (direkt) eure Stimme!

Reisewarnung!! travel warning!! Avertissement!!

BITTE VERBREITEN! Please spread the word! Donnez les informations! Corre la voz!

Warnung zum ausdrucken und verteilen als pdf

!! Achtung – Reisewarnung !!

Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen „mos maiorum“ statt.
In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und möglichst viele von uns festnehmen.
Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zügen, auf Bahnhöfen, an Flughäfen, auf Autobahnen und an innereuropäischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.

Mehr Informationen (auf deutsch) zu „mos maiorum“

Gegen die Festung Europa! Kein Mensch ist illegal!

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!! travel warning !!

An EU-wide police operation with the name „mos maiorum“ is taking place from 13th to 26th of October.
During two weeks 18.000 police forces will chase people without papers. They want to find out about our migration routes and arrest as many of us as possible.
Please warn all people without papers! Encreased controls are expected in trains, train stations, on airports, on highways and on inner-european borders.

Against fortress Europe! No one is illegal!

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!! Avertissement !!

Sous le nom de “mos maiorum”, une opération policière aura lieu du 13. au 26.10. dans l’UE entière.
En coopération avec FRONTEX, 18.000 policiers vont chasser les sans-papiers pendant ces deux semaines. Ils veulent détecter nos voies de migration et aussi capturer le nombre le plus haut possible de nous. S’il vous plaît, prévenez tous les gens sans papiers! Il faut s’attendre à plus de contrôles surtout dans les trains, les gares, les aéroports, sur les autoroutes et aux frontières européennes internes.

Kobanê In Gefahr!!

Während des Syrischen Bürgerkrieges hat es eine Bevölkerungsgruppe geschafft Teile des Landes dem Chaos zu entziehen und statt Mord und Todschlag ein hoffnungsvolles Selbstverwaltunsprojekt zu initiieren. Es sind die syrischen KurdInnen im Norden des Landes. Sie werden im Augenblick massiv von Truppen des sogenannten „Islamischen Staat“ angegriffen, deren erklärtes Ziel es ist das kurdische sozialistisch anmutende Projekt zu zerschlagen und so viele KurdInnen wie möglich zu töten! Hier stehen zwei Weltbilder gegeneinander! Auf der einen Seite Menschen, die das Vakuum des Bürgerkrieges genutzt haben, um ihre Vorstellung von einer besseren Welt in die Tat umzusetzen, und auf der anderen Seite mordende Horden, die unter dem Deckmantel eines Gottes alles menschliche niederwalzen und die Errungenschaften der zivilisierten Welt, ob Gleichberechtigung oder Redefreiheit, zu zerschlagen versuchen. Es ist wahrscheinlich nicht übertrieben, diese Truppe als eine moderne art von Faschisten zu bezeichnen. Dementsprechend kristalisiert sich im Augenblick an den Kämpfen um Kobanê am deutlichsten der Widerspruch zwischen Fortschritt und Barberei. In dieser Auseinandersetzung ziehen nicht irgendwlche Mächtigen die Fäden, sondern KurdInnen kämpfen mutig um ihre Freiheit und ihr Leben und werden dabei weitestgehend von der internationalen Hilfe ausgeschlossen, weil die Angst vor der sich verselbstständigenden Mörderbande „IS“ mindestens so groß ist, wie die Angst vor einem sozialistischen Projekt „Kurdistan“ im Norden Syriens. Trotz dieser Isolierung haben es die Kurdischen Einheiten, in denen Frauen eine entscheidene Rolle spielen, bisher geschafft, Kobanê gegen die islamisten zu verteidigen!!
Solidarisiert euch mit diesem Kampf! Schafft Öffentlichkeit! Freiheit für Kurdistan!!



News zur Situation in Kobani und Rojava unter:
Widerstand in Kobanê: Wir geben nicht auf!--Frauen im Kampf gegen den „IS“
Neueste Neuigkeiten aus der Region
Bericht auf heise.de
Unterstützung für ein demokratisches Experiment
Die Rückkehr des hegemonialen Krieges in Kurdistan
Interview mit dem PYD-Kovorsitzenden Salih Muslim--Die Menschen lernen, sich selbst zu bestimmen

Im Netz gibt es massen von Infos. Dies ist nur eine kleine Auswahl!!

NPD-Kader als Mitarbeiter der Universität Potsdam

Studierende der Universität Potsdam können sich in der Bibliothek Bücher bei einem Neonazi ausleihen. Der NPD-Kader Steve Schmidt geht in der Universitätsbibliothek einer Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste nach. Eingesetzt wurde er mindestens an den Standorten Neues Palais und Golm. Den schulischen Teil absolviert er am Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Verwaltung “Louise-Schroeder-Schule” in Berlin.



Steve Schmidt links im Bild

Steve Schmidt, geboren 1984 in Henningsdorf, ist Mitglied der “Junge Nationaldemokraten” (JN), der Jugendorganisation der NPD, und seit 2013Presse- sprecher des NPD-Kreisverbandes Oberhavel. Erstmals ins Licht der Öffentlichkeit stellte er sich am 27. Februar 2013 auf einer sogenannten Bürgerfragestunde des Kreistages Oberhavel. Dort stellte er Fragen zum Oberstufenzentrum Zehdenick und informierte sich über Strategien der Verwaltung gegen den Wegzug von Jugendlichen aus dem strukturschwächeren Norden des Kreises Oberhavel.
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