Furioses Frühlingsfest

Was für ein schöner, gemeinschaftlicher Tag! Was für ein furioses und gut besuchtes Frühlingsfest 2013! Ein kurzer Rückblick und einige Impressionen zum Tag:

Wir, das besetzte Haus la datscha und der SV Concordia Nowawes 06 haben das gemeinsame, alljährliche Fest zum Auftakt der Fussballsaison genutzt um uns einen neuen Raum, einem Freiraum im besten wörtlichen Sinne, anzueignen. Die Festivitäten fanden dieses Jahr auf der Wiese direkt hinter der datscha statt und nicht, wie die vergangenen Jahre, getrennt auf dem Bolzplatz und in der datscha. Gut 500-600 Menschen aller Altersklassen war an diesem Tag auf der NowaWiese zu Gast, haben es sich bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem gut gehen lassen, an den Spielen von Corcordia teilgenommen, im Umsonstladen gestöbert oder sich am Strand, beim Volleyball oder Boulespielen amüsiert. Abgerundet wurde der Tag mit einer guten Dosis Punkrock und Tanzmusik bis in den Morgen.
Bereits in den letzten Jahren war in den Sommermonaten zu beobachten, dass immer öfters Menschen die NowaWiese für sich entdeckten und sich dort zum Entspannen u.ä. einfanden. Angesichts der rigiden Regelungen für die historischen Parkanlagen in Potsdam, die z.B. das Betreten einer Wiese mit Bußgeld belegen, scheint es nahe liegend, dass sich die in dieser Stadt lebenden Menschen nach einer Alternative umschauen. Die Idee einer frei zugänglichen, selbst gestalteten Freifläche fernab von überregulierten, preußischen Disneylandfantasien ist mit dem Frühlingsfest und der Besetzung der NowaWiese ein Stück weit mehr Realität geworden. Denn: Die Stadt, das sind wir alle!
mehr Fotos vom Fest

Und das wird’s geben beim Frühlingsfest

tagsüber: Concordiawetter, Kinderfußballturnier, Torwandschießen, Hüpfburg, Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill (auch vegetarisch), Infotische, Sputnik-Büchertisch, Siebdruck, FreilichtUmsonstladen, Beachvolleyball, Boule, Strandbar, FerienlagerAtmosphäre und Sonnenschein für alle

abends: Konzert mit ZackZack ( Punk/Wave/Powerpop--Berlin--reinhören)
Frogrammers (Schnodderfressen-Punk--berlin--reinhören) und den
Balotellis (MidlifeCrisisPunk/Potsdam) danach Disko mit Djane Anne und PunkrockVinylTresen im Wohnzimmer

Also packt die Picknickdecke ein und nichts wie an die Havel auf die NowaWiese!

Und wer Lust und Muse hat, kann gerne einen Kuchen für die Kaffee und Kuchenbar beisteuern!

Zwangsräumungen in Potsdam

Dank der vielfältigen Aktionen und massiven Proteste des Bündnisses „Zwangsräumungen verhindern!“ aus Berlin gegen die Vertreibung von Mieter_innen mittels Zwangsräumungen wurde in den letzten Wochen erstmals in der Öffentlichkeit und den Medien über die drastischen und z.T. tödlichen Auswirkungen (siehe den Fall von Rosemarie F.) neoliberaler Stadtpolitik, den damit verbundenen steigenden Mieten und der Kündigung nicht zahlungskräftiger Mieter_innen berichtet.
Ein erster Artikel in Potsdams Presselandschaft ist nun in der PNN zum Thema Zwangsräumungen erschienen.
Auch in Potsdam ist aufgrund von Mietschulden die Zahl der jährlichen Zwangsräumungen gestiegen. „Klar ist jedoch, dass es in den letzten Jahren eine steigende Zahl von Kündigungen durch Vermieter als auch von angesetzten Zwangsräumungen gegeben hat. Wurden der Stadt im Jahr 2010 noch 153 Zwangsräumungen angekündigt, waren es im Jahr 2011 bereits 197. Allein in der ersten Hälfte von 2012 waren es schon 104. Abschließende Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.“
Zum Artikel: Wohnen in Potsdam – Mehr Mietern wird gekündigt

Trauer – Wut – Widerstand


Trauer – Wut – Widerstand
Rosemarie geht uns alle an!

Demo – Sonntag, 14.04., 17:00 Uhr, Lausitzer Platz, Berlin-Kreuzberg

Am 11.4. verstarb die schwerkranke 67-jährige Rosemarie Flies, zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt worden war. Ärztliche Atteste hatten bestätigt, dass sie einen Rausschmiss aus der Wohnung nicht überleben würde. Trotzdem nahmen die Eigentümerin von Rosemaries Wohnung, Gerichte, Politik und Polizei ihren Tod billigend in Kauf und
setzten die Räumung von Rosemarie durch — alles zum Schutze des Eigentums an Wohnraum. Uns reichts! Wohnraum darf keine Ware sein und Menschenleben dürfen nicht dem Eigentum geopfert werden! Verdrängung stoppen --
Zwangsräumungen verhindern!

Wir starten am Lausitzer Platz in Kreuzberg, dort wo das Bündnis Zwangsräumungen Verhindern entstanden ist, und auch Rosemarie zu uns gestoßen ist. Ziel ist das Rathaus Neukölln, der Bezirk, in dem am 29.4. eine der nächsten Zwangsräumungsblockaden ansteht.

Nazischeiße verhindern!!

„Unter dem Motto „Einmal Brandenburg und zurück. Asyl ist kein Selbstbedienungsladen!“ hat die rechtsextreme NPD (Kreisverband Havel-Nuthe) für Sonnabend, den 13. April, ab 9.30 Uhr zu einer Kundgebung am Magnus-Zeller-Platz, in unmittelbarer Nähe zum Wohnheim für Migrant/innen, aufgerufen.

Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ wird eine Kundgebung mit Infostand an der Tram-Haltestelle Magnus-Zeller-Platz ab 8.30 Uhr durchführen. Wir laden alle Potsdamer/innen zum gemeinsamen, friedlichen Protest auf.“ (Quelle: Stadtjugendring Potsdam)



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