Archiv für Februar 2009

FreiLand????



Die subversiven, selbstorganisierten Gartenzwerge sehen eine Zweckenfremdung des Namens „FreiLand“!

Wie heute in der Lokalpresse bekannt wurde (siehe Pressespiegel), haben lokale Politikgrössen den Vorschlag für einen neuen Standtort für den heimatlosen Spartakus vorgelegt. Das anversierte Gelände befindet sich in Bahnhofsnähe in der Friedrich-Engel-Str. und soll möglicherweise den Namen „FreiLand“ tragen.
Natürlich erheben die autonomen Gartenzwerge kein Copyrigth auf irgentwelche Namen, wie sie erklären. Das widerspräche ihrer Vorstellung von freiem Wissen und Denken. Doch sehen sie der aktuellen Entwicklung in der Diskussion um „Jugendkultur“weiterhin kritisch entgegen. Wird es sich tatsächlich um einen Ort freier Entfaltungsmöglichkeiten handeln??
Entspricht der Name „FreiLand“ den Tatsachen, den geplanten Aktivitäten, der geplanten Struktur?

„Wir werden das weiterhin beobachten. Wir sind überall! und ausserdem: wir haben doch unser Freiland. Fragt sich nur, ob wir den Namen dann noch behalten wollen. Aber vielleicht haben die PlanerInnen des geplanten Projektes auch noch einen kreativen Moment und lassen sie was anderes einfallen.“

Für freies Land! Für freie Räume! Und für mehr Farbe!

Umsonstladen inna datscha

Die Idee

Der Umsonstladen ist ein selbstorganisiertes antikapitalistisches Projekt, welches sich der herrschenden Ordnung von Geld und Konsum widersetzten will. In einer Gesellschaft in der Dinge zu Waren werden und ihr Austausch nur über das Geld organisiert wird, in der die Bankkonten über die Lebenschancen der Menschen entscheiden, wollen wir eine radikale praktische Alternative bilden: kein Geld, keine Waren, kein Verkauf und auch kein Tausch.

Der Umsonstladen ist Praxis

Der Umsonstladen soll ein Ort sein, an dem nutzbare Dinge abgegeben und mitgenommen werden können – ohne Gegenleistung. In einer Welt voller Überfluss kann dies einen kleinen Ausgleich schaffen und helfen, bewusster und schonender mit Dingen und Ressourcen umzugehen.

Was gibts im Umsonstladen?

Brauchbare Alltagsgegenstände und Geräte, eine kleine Auswahl an Büchern und eine große Auswahl an Kleidung, wie Hosen, Pullover, T-shirts etc..


Der Umsonstladen braucht eine Nähmaschine!
für kleinere Reparaturen oder Änderungen

Wer eine hat, kann sie gerne spenden…

Öffnungszeiten: jeden Donnerstag zwischen 15.00 und 19.00 Uhr

Vorbeikommen, sich umschauen, etwas mitnehmen und beim nächstenmal vielleicht selber was mitbringen!

Rechte Stimmungsmache am Schlaatz

NPD-Aktion gegen Asylbewerberheim

Potsdam (dpa). Nach einer Flugblattaktion der NPD gegen den geplanten Umzug eines Potsdamer Asylbewerberheimes hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Nach einem Medienbericht hatte die NPD rund 4000 Flugblätter im Stadtteil Schlaatz gegen den geplanten Umzug verteilt. Darin würden Asylbewerber zur »Heimreise« aufgefordert. Geprüft werde nun, ob eine Straftat vorliege, sagte die Polizeisprecherin. Ob es sich um den Verdacht der Volksverhetzung handelt, bestätigte sie zunächst nicht.

weiter lesen:
eine ausführliche Zusammenfassung
der komplette Pressespiegel

Zu Risiken und Nebenwirkungen von Faschismus lesen sie ein Geschichtsbuch oder fragen sie ihre Großeltern!

Erfurt: Neubesetzung gescheitert

Besetzung eines Ausweichobjekts gescheitert

Am Morgen des 21.2.2009 wurde in Erfurt der Versuch unternommen, ein Ausweichobjekt für das sozial-politisch-kulturelle Projekt auf dem ehemaligen Topf & Söhne- Gelände zu besetzen. Die Besetzer_innen wollten damit selbst aktiv werden und sich um die Fortführung ihres Projekts bemühen, anstatt auf akzeptable Angebote zu hoffen. Ab 9.00 Uhr verschafften sich ca. 20 Leute Zutritt zu dem brachliegenden Fabrikgelände in der Hohenwindenstraße und begannen mit Aufräumarbeiten. Die Polizei war zeitnah vor Ort und verhinderte, dass Personen aus der ca. 50 Menschen umfassenden Unterstützer_innengruppe das Gelände betraten. Zeitgleich dazu wurde die Öffentlichkeit informiert und mit dem Geschäftsführer der Eigentümerin des Geländes, der Thüringen Recycling GmbH, Kontakt aufgenommen. Dieser zeigte sich gesprächsbereit und deutete in ersten Gesprächen eine mögliche kurzfristige Duldung der Besetzung an. Aufgrund von Gesprächen der Polizei und des Oberbürgermeisters Bausewein mit dem Geschäftsführer überwogen jedoch bald die rechtlichen Bedenken des Eigentümers, so dass er die polizeiliche Räumung des Objekts androhte. „Die Verhandlungen wurden dadurch behindert, dass die Polizei die Teilnahme von Bundestags– und Landtagsabgeordneten der Partei „Die Linke“, sowie von Gewerkschaftsfunktionären an den Gesprächen nicht zuließ.“, so eine Sprecherin der Besetzer_innengruppe. Nach längeren Verhandlungen entschlossen sich die Besetzer_innen eine Eskalation zu vermeiden und das Gelände zu verlassen, was von der Polizei auch zugelassen wurde. Während der Besetzung wurden vier Personen in Gewahrsam genommen und die Personalien von Besetzer_innen und Unterstützer_innen festgestellt.
„Der Plan, ein Ausweichobjekt für das Projekt auf dem ehemaligen Topf & Söhne-Gelände zu besetzen ist heute gescheitert, aber es wurde nochmals verdeutlicht, dass wir bereit sind für den Erhalt unseres Projekts aktiv zu werden.“ schätzte eine Sprecherin die Situation ein. Der Eigentümer des Geländes in der Hohenwindenstraße bot für die nächsten Tage Gespräche über eine eventuelle Nutzung des Objekts an.

Am Abend fand im besetzten Haus, anstatt wie ursprünglich geplant im Ausweichobjekt, eine Podiumsdiskussion statt. Thomas Voß (ver.di-Landesbezirksleiter), Dr. Roland Hahnemann (Landtagsabgeordneter für die LINKE), Dr. Vera Haney (Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen) und Vertreter_innen des Projekts Gerberstraße 1 (Weimar) und des besetzten Hauses Erfurt debattierten über Freiräume und die Erwartungen des besetzten Hauses gegenüber der Stadt. Dabei wurde dem Projekt in einer langen und angeregten Diskussion mit über 50 Zuhörer_innen Solidarität zugesichert und über Möglichkeiten der Unterstützung diskutiert.
„Wir hoffen, dass der heutige Tag gezeigt hat, dass wir auch weiterhin mit Unterstützung von vielen Seiten für unser Projekt kämpfen werden.“, so eine Sprecherin des besetzten Hausprojekts.

Pressemitteilung der BesetzerInnen

Solidarität mit den Besetzerinnen aus Erfurt!

Pressemitteilung vom 21.2.2009

Neues Gelände besetzt!

„Dieses Gelände ist besetzt“ steht seit dem Morgen des 21.02.2009 auf einem Transparent in der Hohenwindenstraße 18 zu lesen. Die Besetzer_innen des ehemaligen Topf & Söhne- Geländes haben sich auf der Suche nach einem geeigneten Alternativobjekt für das Objekt in der Hohenwindenstraße entschieden. „Das neue besetzte Areal bietet genug Platz für unsere verschiedenen Projekte und wir sind optimistisch, dass Objekt Stück für Stück instand setzen zu können.“, sagte eine Sprecher_in der Besetzer_innengruppe. Für den Abend des 21.02.2009 ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wozu sind Freiräume notwendig?“ und „Was können wir von der Stadt erwarten?“ geplant. Anschließend soll die Neubesetzung und Neueröffnung eines sozial-politisch-kulturellen Zentrums in Erfurt mit einer Party gefeiert werden. Eine Sprecherin: „Zu der heutigen Veranstaltung und für die nächsten Tage laden wir alle Leute ein, die Interesse an einem solchen Projekt haben, die uns unterstützen oder einfach nur mit uns reden wollen.“ In dem neuen Projekt soll wie auf dem ehemaligen Topf & Söhne- Gelände Wohnraum entstehen, Ort und Zeit für Politik sein und kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Auch wenn der Abriss des historischen Topf & Söhne-Geländes für die Besetzer_innen weiterhin zu kritisieren ist. „Wir werden das ehemalige Topf & Söhne- Gelände komplett verlassen, wenn die Besetzung des neuen Objekts geduldet wird. Uns liegt die Weiterführung unseres Projekts am Herzen, nicht die Konfrontation mit etwaigen Eigentümern.“, so eine Sprecherin. „Das neu besetzte Gelände liegt seit mehreren Jahren brach, so dass einer sinnvollen Nutzung nichts im Wege stehen sollte.“

die BesetzerInnen eines Teils des ehemaligen Topf & Söhne Geländes

+++++Breaking news gibts HIER+++++

Rassistische Hetze am Schlaatz

Einen Bericht über die Bürgerversammlung kann man auf Inforiot lesen. Autorin des Berichts ist die AK Antifa.

Am 16.02.09 um 18.00 Uhr gab es eine öffentliche Bürgerversammlung im Bürgerhaus am Schlaatz um sich über den geplanten Umzug des Flüchtlingeheimes vom Lerchensteig an den Schlaatz zu informieren. Eingeladen hatten dazu die neue Heimleitung, das Diakonische Werk Potsdam, sowie die Stadt und Akteure des Stadtteils.
Seit langem ist der Umzug der Flüchtlinge in eine Stadtnahe Unterbringung geplant und nun nach zweijährigen Verhandlungen nah an der Umsetzung. Doch scheinen einige Potsdamer Bürgerinnen und Bürger dieser Entscheidung gegenüber nicht gerade aufgeschloßen zu sein. Viel mehr wird die „Angst vor dem schwarzen Mann“ erneut geschürt, vor allem von Seiten der Potsdamer Wohnungsbau Genossenschaft (PBG). Die rassistische Stimmungsmache gegenüber den rund 150 Flüchtlingen, die an den Schlaatz ziehen sollen, erinnert stark an das Szenario der Bornstedter Bürger-Ini, die vor einigen Jahren gegen den Umzug von Flüchtlingen in die Kirschallee protestiert hatte. Auch damals verwischte die Grenze zwischen bürgerlichem, konservativen Spektrum und dem der Potsdamer Nazis.
Auch zu der Versammlung hatten Nazis über eine einschlägige Naziseite aufgerufen und mobilisiert.

Pressemitteilung der Potsdamer Initiative für Begegnung:

Neues Asylsuchendenheim im Schlaatz ist zwar ein erster Schritt zur Verbesserung, kann aber nur ein Anfang zur rechtlichen und sozialen Gleichstellung von Asylsuchenden sein.

Die Initiative für Begegnung sieht es als ersten Schritt in die richtige Richtung an, dass das Flüchtlingsheim am Lerchensteig geschlossen wird und die Flüchtlinge stattdessen näher in der Stadt untergebracht werden. Die Unterbringung am Lerchensteig bedeutet für viele Bewohner_innen Isolation und die enorme Erschwerung von gesellschaftlicher Teilhabe und damit von Möglichkeiten der Selbstverwirklichung.
Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Flüchtlinge nach wie vor dazu gezwungen werden, in einem Heim zu leben und somit in ihrer Lebensführung bevormundet und eingeschränkt werden. Marie Kirsch, Mitglied der Initiative für Begegnung, sagt dazu: „Das Heim am Schlaatz kann nur eine Übergangslösung sein. Mittelfristig muss den Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben werden, in Privatwohnungen zu ziehen und ihnen damit die Entscheidung, wo und wie sie leben möchten selbst zu überlassen. Gäbe es den eindeutigen politischen Willen dazu, wäre es auch möglich, den Flüchtlingen dieses Grundrecht einzuräumen, das anderen Menschen auch zuteil wird.“
Die Zwangsunterbringung in Heimen ist aber nur ein Aspekt der staatlichen Ungleichbehandlung und Entrechtung von Flüchtlingen. Andere diskriminierende staatliche Maßnahmen sind weitgehende Arbeitsverbote, die Auszahlung eines äußerst geringen Taschengeldes und die Verpflegung mittels Lebensmittel-Gutscheinen, die noch in einigen Landkreisen Praxis ist. Der Geldbetrag, der ihnen insgesamt zugestanden wird, beträgt nur 70% des ohnehin äußerst niedrigen ALG II-Satzes. Eine weitere staatliche Einschränkung ist die so genannte „Residenzpflicht“. Sie verbietet den Flüchtlingen, den ihnen zugewiesenen Landkreis zu verlassen.
Die Diskussionen, die derzeit über das neue Heim geführt werden, laufen unseres Erachtens vielerorts in die falsche Richtung. Anstatt den direkten Austausch mit den Flüchtlingen zu suchen und die staatliche und städtische entrechtende Flüchtlingspolitik anzugreifen, die u.a. leider die räumliche Konzentration von Flüchtlingen in Heimen vorsieht, werden Ängste geschürt, die jeder Grundlage entbehren. Für überhaupt nicht nachvollziehbar halten wir die Herangehensweise der Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaft PBG. Die Besorgnis über die Lebensqualität im Schlaatz gegen Flüchtlinge auszuspielen, zeugt von einer mangelnden Sensibilität gegenüber ihrer Lebenssituation.

Einen ausführlichen Pressespiegel zum Umzug des Flüchtlingsheimes vom Lerchensteig in den Schlaatz findet ihr HIER

Nicht nur in Berlin ist was los…

…sondern auch in Potsdam geht so einiges!

Ein recht ausführlicher Artikel auf der Seite von Analyse, Kritik und Aktion zu Situation von alternativen Projekten etc. in Potsdam: findet ihr HIER

WIR BLEIBEN ALLE

Am Dienstag den 10.2. um 20.00 Uhr (vorher gibts Vokü) wird es eine Infoveranstaltung zur Kampagne „Wir bleiben alle!“ und zur Demo am 14.03. in Berlin unter dem Motto „United we stay“ mit OrganisatorInnen des DemoBündnisses geben.
Mehr Infos normalerweise hier bei unitedwestay und bei wirbleibenalle

Aktuelles HIER




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: