neue und bedrohte Hausprojekte

Magdeburg – Libertäres Zentrum im Aufbau

Seit Frühling 2009 arbeitet die Freiraumkampagne ‚Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg‘ an der Schaffung eines selbstorganisiserten linken Wohn- und Projekthauses. Nach einer Hausbesetzung und etlichen Aktionen ist es nun soweit: es gibt ein Gebäude, in dem das Libertäre Zentrum derzeit aufgebaut wird. alles lesen

Berlin – Liebig14 verliert letzten Räumungsprozess, sowie Razzia

Das Berliner Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 hat am 13.11.09 auch den neunten und letzten Berufungsprozess um die Kündigungen seiner Mietverträge verloren. Da eine Revision ausgeschlossen wurde, sind nun alle Mietverträge des 20 Jahre alten Hausprojekts am Friedrichshainer Dorfplatz futsch. Die Eigentümer Edwin Thöne (vom Unnaer Kinderschutzbund) und Suitbert Beulker können nun das gesamte Haus räumen lassen. den ganzen Artikel lesen
Heute am 16.11. fand ausserdem ein Razzia in der Liebig 14 statt. Näheres ist noch nicht bekannt.

Hamburg – Rote Flora: Bezirk & Investor planen Angriff

Der Eigentümer des Gebäudes der Roten Flora, Kretschmer kündigtan das Projekt beenden zu wollen. Die bisherigen Nutzer_innen stünden im Gegensatz zu einer Nutzung als Stadtteilzentrum für „alle Bürger“. Mit dem Bezirk scheint er sich in dieser Frage einig zu sein. Das Gespräch mit dem Bezirk kann als erster konkreter Schritt einer bevorstehenden Räumung bis 2011 gedeutet werden. den ganzen Artikel lesen

Erklärung der Roten Flora:

Die Rote Flora ist seit November 1989 bis heute besetzt. Sie ist ein aktiv gestalteter nicht kommerzieller Raum, Treffpunkt zahlreicher Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen der radikalen Linken und ein wichtiger Ort politischer Gegenöffentlichkeit.

Das Projekt hat sich in den letzten 20 Jahren in verschiedensten Politikfeldern engagiert wie u.a. der Frage von Stadtteilentwicklung und Gentrification, gegen die Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes, gegen das Kontroll- und Ausschlussregime neoliberaler Sicherheitspolitik, der Auseinandersetzung um Globalisierung und Diskussion um eigene politische Inhalte und Organisierungen. Daran hat der Verkauf im März 2001 – der damals ohne unser Wissen und Zutun vollzogen wurde – durch die Stadt an Klausmartin Kretschmer nichts geändert.
Der Fortbestand der Roten Flora hängt wie in den letzten 20 Jahren allein von dem Engagement der Nutzer_innen und aller anderen Gruppen bzw. Menschen ab, die sich (kritisch-)solidarisch dem Haus verbunden fühlen.
Wir haben Kretschmer vor knapp 9 Jahren weder darum gebeten, die Flora zu kaufen, noch sind wir an seinen Ansichten zu politischen Inhalten und zur Arbeit der Roten Flora auch nur im geringsten interessiert. Kretschmer fehlt jede politische Legitimität, sich im Zusammenhang mit der Existenz der Roten Flora anzumaßen, über unsere Zukunft zu entscheiden. Kretschmer ist kein Gesprächspartner für uns. Er ist nicht der liberale und uneigennützige „Kulturinvestor“, der er zu sein vorgibt. Er verdient sein Geld mit Immobilien – aber er wird wie jeder andere auch keinen Cent mit der Roten Flora verdienen! Wir werden jeden Versuch Kretschmers, das Projekt Rote Flora anzugreifen oder gar beenden zu wollen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln politisch und praktisch verhindern.

Kretschmer hat über die möglichen Folgen einer „brennenden Flora“ nach einer Räumung für Hamburg herum phantasiert – wir empfehlen ihm dringend, sich für diesen Fall auch Gedanken über den unversehrten Fortbestand seiner eigenen Projekte zu machen.

Rote Flora bleibt!





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