Archiv für Juli 2010

Über den Tellerrand

Forst: Neonazis greifen Kultur- und Begegnungszentrum an

In den frühen Morgenstunden des 15.07.2010 griffen 15 bis 20 vermummte Neonazis in Forst (Niederlausitz, bei Cottbus) das Kultur- und Begegnungszentrum „Park7“ an. weiter lesen

Berlin: Rette deine Stadt! – Megaspree Parade
Fotos auf umbruch bildarchiv

Räumung der Wiesenbesetzung in Wietze

Heute Morgen (10.8.) begann die Räumung der Besetzung in Wietze weiter lesen

Neues von der Besetzung in Wietze

Aus sicheren Quellen wurde uns der Termin für die Räumung der Feldbesetzung in Wietze bekannt. Zwischen dem 15. und dem 23. Juli soll diese stattfinden. Also ab morgen. Die BesetzerInnen rufen dazu auf, auf das Feld zu kommen und gemeinsam die Räumung zu verhindern, wie das vor wenigen Wochen bei der geplanten Räumung des AZs in Köln auch erfolgt ist. Der Unterschied ist hier nur, dass Rothkötter schon ab Anfang August mit dem Bau von Europas größtem Geflügelschlachthof beginnen will. Um dieses Wahnsinnsprojekt zu verhindern ist jetzt der richtige Zeitpunkt um den Widerstand in die Breite zu tragen. Mit vielen Menschen der Räumung entgegentreten, vielerorts direkte, kreative und solidarische Aktionen gegen den Schlachthof machen. Denn wenn dieser Schlachthof erstmal gebaut wird, werden auch die 420 Massentierhaltungsanlagen zu je 40 000 Hähnchen gebaut werden, die der Schlachthof benötigt um ausgelastet zu sein.weiter lesen und Bericht über das Aktionswochenende auf der besetzten Wiese

Berlin: Sa. 10. Juli: Megaspree Sternmarsch “Rette deine Stadt” zum Roten Rathaus

megaspree – rette deine Stadt!/ mediaspree versenken/ mediaspree entern blog

Wien: Haus besetzt

Seit dem Abend des 2. Juli ist das Hausprojekt in dem bisheer leerstehenden Gebäude in der Eichenstraße 9 eröffnet. Die ersten beiden Tage und Nächte sind ohne Polizeistress verlaufen, das Haus wird weiter in Stand gesetzt. weiter lesen

Köln – Sparkasse schenkt Autonomen Haus

Sparkasse schenkt Autonomen Haus – prangt in großen Lettern auf den Verkaufsboxen des Express, eine Art Bildzeitung für Köln. Während außen auf vielen der im gesamten Stadtgebiet verteilten Kästen das zu lesen ist, was wohl niemand für möglich hielt, findet sich im Innern der Zeitung als Beilage eine Pressemitteilung der Sparkasse KölnBonn. „Bereits eingeleitete rechtliche Schritte“ werden zurückgenommen heißt es dort und Ziel sei es „in sofortige Verhandlung mit den derzeitigen Nutzerinnen und Nutzern zu treten“. Die Sparkasse scheint verstanden zu haben, dass nach dem Gespräch mit Oberbürgermeister Roters nun sie selbst am Zuge ist.
Etwas ungläubig und kopfschüttelnd steht ein älteres Ehepaar vor den Verkaufsboxen. Ob sie sich wirklich über die Ankündigung der Sparkasse unterhalten oder doch eher der Fußball für Aufregung sorgt bleibt unklar. Doch viele Menschen in Köln werden heute über die Schlagzeile stolpern. weiter lesen

Völkerschauen reloaded?!

3.-10.7.2010 in Berlin und Eberswalde: Afrika- und Namibia-Tage im Zoo

Und wieder veranstalten deutsche Tiergärten ‚afrikanische’ Tage. In einem der Rahmenprogramme sollen afrikanische Menschen sowie ihre Darbietungen, Kunst und Kultur Gegenstand eines Zoobesuchs werden.

Man hätte meinen können, der Fall “African Village” in Ausgburg 2005 hätte sich in der Branche herumgesprochen und zu einem Lernprozess geführt. Damals gab es zahlreiche internationale (und deutsche) Proteste; die Veranstaltung wurde dennoch durchgeführt, unter anderem mit dem Argument “dass ja sonst auf Sportveranstaltungen auch keine ‘Farbigen’ mehr zu sehen sein dürften” und man “den Zoo” für den “genau … richtige(n) Ort” halte, um “die Atmosphäre von Exotik zu vermitteln” und den Ausgburger_innen “die Afrikanische Kultur” nahezubringen. Auch damals wurde perfide damit argumentiert, dass der Erlös ja einem ‘guten Zweck’ zugute kommen werde. Als wäre das durch Veranstaltungen in einem würdigen Rahmen, der strukturell und inhaltlich nicht an die deutsche Geschichte gewaltvoller Völkerschauen anknüpft, nicht zu bewerkstelligen.
Im Fall Eberswalde findet sich dieselbe Konstellation (‘Afrika’ durch Zoobesuch ‘nahebringen’, als homogen konstruieren: ‘afrikanisches Essen’, dabei auch noch etwas Gutes tun: ‘Spenden’, exotisierende Spektakel paternalistisch als ‘afrikanische Interessen’ deuten), jedoch in ganz neuer rassistischer Qualität. Die ‘Volksgruppe’, der durch den Erlös aus der Veranstaltung in Eberswalde finanziell ‘geholfen’ werden soll, wird in der Broschüre doch tatsächlich als Vorstufe von westlichen Menschen bezeichnet und betrachtet, sowie als integrationsbedürftig. In der Ankündigung der Veranstaltung werden afrikanische Menschen und Kulturen nahtlos in die Betrachtung von Tieren eingereiht. weiter lesen/ mehr Infos




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