Nehmen wir uns die Stadt!

Positionen zur „Recht auf Stadt“-Bewegung in Hamburg

Dokumentation zur „Recht auf Stadt“ Bewegung in Hamburg: Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 und neu Teil 4

Seit Sommer 2009 ist Hamburg in Bewegung. Von Künstlerinnen über Kleingärtner bis hin zur außerparlamentarischen Linken haben sich Initiativen gebildet, die ein „Recht auf Stadt“ einfordern, Themen wie Stadtumstrukturierung und Verdrängungsprozesse werden öffentlich diskutiert und Hausbesetzungen sind wieder „in“. Während sich an einigen Stellen erste konkrete Erfolge abzeichnen (wie mit dem erfolgten Rückkauf des Gängeviertels oder dem Verbleib des Centro Sociale), drohen andere Auseinandersetzungen zu scheitern.

Wir als Avanti – Projekt undogmatische Linke arbeiten seit Sommer 2009 aktiv in der Bewegung und in einigen Initiativen mit. Viele von uns sind als BewohnerInnen innenstadtnaher Viertel selbst von den fortschreitenden Umstrukturierungsprozessen betroffen. Mit dem folgenden Text möchten wir unseren Standpunkt in der Bewegung erläutern, auf Fallstricke in den Konflikten aufmerksam machen und Perspektiven skizzieren.

1. Was „Recht auf Stadt“ für uns bedeutet

Der Begriff „Recht auf Stadt“, der auf den marxistischen Theoretiker Henri Lefèbvre zurückgeht und international in verschiedenen Kontexten benutzt wird, bringt in Hamburg mittlerweile ein breites Spektrum an Initiativen, Strömungen und Akteuren aus den verschiedensten Konfliktfeldern zusammen. Was sie eint, ist die Idee und die Forderung, in allen Belangen des Lebens, Wohnens und Arbeitens in dieser Stadt mitzubestimmen und sich gegen eine neoliberale Stadtentwicklungspolitik zu wehren, die nur den Interessen des Kapitals dient. Es geht um nicht weniger als die Erneuerung der Stadt und damit letztlich um die Machtfrage, denn heute liegen die Entscheidungen über den städtischen Raum in der Hand von Stadtentwicklern, Geldgebern, Unternehmen und Politikerinnen. Mit der Parole und der Einforderung eines Rechts auf Stadt wurde ein gemeinsamer Nenner der verschiedenen Konfliktfelder gefunden und in einer offensiven Forderung ausgedrückt: Alle BewohnerInnen der Stadt haben ein Recht auf Stadt! Die „Right To The City Alliance“ aus New York schreibt: „Wir glauben, das Recht auf Stadt ist das Recht aller Menschen die Lebensumstände herzustellen, die ihren Bedürfnisse entsprechen.“ Das bedeutet Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum und zur Partizipation an allen Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen. (…)

der Ganze Text: Nehmen wir uns die Stadt als pdf oder im Netz auf avanti-projekt.de

Mehr Infos zur Kampagne Recht auf Stadt gibts hier





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