Archiv für November 2010

(Un)Sicherheitspolitik und Stadtraum

Überwachung, Versicherheitlichung, Kontrolle und Repression hinterlassen immer stärker ihre Spuren im städtischen Raum, verändern dessen Strukturen und greifen so auch in den Alltag und das Leben der BewohnerInnen ein. Wie aber damit umgehen? Was könnte man dem entgegen setzen? Zwei Konzepte bzw Projekte sollen an dieser Stelle vorgestellt werden, die auf kreative Weise ihren eigenen Umgang mit der verstärkten (Un)Sicherheitspolitik suchen oder gefunden haben.

JUMP AND RUN – DEMO [AKTION] RAUM gegen die Innenministerkonferenz in Hamburg
Städte sind nicht nur durchzogen von Mauern und Straßen, sondern auch von Repression. Wie unsichtbare Linien durchkreuzt diese Gewalt die Plätze und Gebäude, die uns umgeben. Wir wollen diese Sicherheitsarchitektur unterwandern und sichtbar machen, indem wir uns auf ungewöhnliche und abwegige Weise durch sie hindurch bewegen.

In Folge des G8 Gipfels wurde im Rahmen einer bundesweiten Antirepressionsdemonstration das »Out of Control«-Konzept entwickelt, um der zunehmenden Repression auf Demonstrationen neue Strategien entgegen zu setzen. Das Konzept setzte darauf Polizeispaliere, ins Leere laufen zu lassen, indem sich Teile der Demo bewusst außerhalb dieser und abseits der Demo bewegen. Mit »Jump and Run« wollen wir nun im Zusammenhang der Proteste gegen die Innenministerkonferenz alle einladen, dieses Konzept weiterzuentwickeln und sich aktiv zu beteiligen. Die Grundidee von »Jump and Run« ist die Theorie des gemeinsamen Schwärmens. mehr darüber gibts hier: jumpandrun

AUSBLENDEN – Überwachungsfrei durch die Stadt
Öffentliche wie private Überwachungskameras gehören schon fast zum gewohnten Straßenbild. Die Rechtliche und soziale Problematik dieses Sicherheitsstrebens scheint keinen zu interessieren – Anlass genug, um hier mit Irritation und Humor zu intervenieren. Die österreichische KünstlerInnengruppe Social Impact entwickelte besondere Touren durch die Linzer Innenstadt, die im Unterschied zu gängigen Stadtführungen überwachungsfrei sind. Spezialausrüstung und spezifische Bewegungsmuster garantieren dass Sie dabei nicht von Überwachungskameras identifiziert werden. ausblenden.net

Heimspiel für alle ZuhausebleiberInnen

live mit dabei sein im Wendland mit dem castorticker und dem freien radio wendland

Demo: Castor 2010 – Kapitalismus blockieren!
Am Sonntag, 7.11.2010, findet eine Demonstration gegen das Versammlungsverbot entlang der Gleisanlagen im Wendland und gegen den Castrortransport statt. Wir wollen allen, die leider nicht ins Wendland fahren können oder am Samstag nach der Großdemo schon wieder zurück fahren müssen die Möglichkeit geben, am Wochenende (weiterhin) Teil der Proteste im Wendland zu sein!

Sonntag, 7.11.2010
Treffpunkt: Horstweg (vor der Arbeitsagentur)
Uhrzeit: 14 Uhr
Route: u.a. vor das Bundespolizeipräsidium

der Flyer zur Demo

Umsonstladen goes kalt

Liebe Leute, auch der Umsonstladen muss sich dem Wetter beugen. Wir haben die dicken Pullies und Wintersachen rausgesucht. Wem es zu kalt ist, kommt vorbei und rüstet sich gegen die fiesen Tage.
Öffnungszeiten: Jeden Montag von 16 bis 20 Uhr. / Was ist ein Umsonstladen?

Viva La Datscha.




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