Archiv für Juli 2011

Her mit dem schönen Leben – Für alle! Was sonst!? Termine

Schöner leben! Das Festival! startet am 22.7. mit einer Warm up Party in der datscha! weitergehts am 30.7. mit einer Critical mass. Und so richtig losgehen wird es am 12. und 13.8.2011 mit dem OpenAir unter dem Namen ” Schöner leben! Alles für Alle! Die Perspektive im Anti…”

Im Selbstverständnis der Vorbereitungsgruppe des Festivals heisst es:

Potsdam befindet sich in einem geladenen Spannungsfeld zwischen bürgerlich-parlamentarischem Konservativismus und radikaler außerparlamentarischer Politik, zwischen Preußen-Disney und dem Kampf um Freiräume.
So beherrscht eine Vielzahl kurz- und langlebiger politischer und kultureller Themen (wie zum Beispiel „privat“ oder „öffentlich“, Gedenken an Könige und Herrscher oder Widerständler und Opfer, „Kontrolle vs. Freiräume“ oder Ausgrenzung und Antirassismus) den öffentlichen Diskurs. Linksemanzipatorische Positionen sind ebenso Teil der Auseinandersetzung, wie konservativ-chauvinistische Einstellungen und Werte.
In jedem Moment müssen fortschrittliche Lebensentwürfe gegen Verwertungslogiken verteidigt werden. Die steigenden Mieten, die daraus resultierende Verdrängung sind bittere Realität; dagegen die Versuche, in Wohnprojekten eine andere Art des Zusammenlebens umzusetzen. Potsdam ist geprägt von Gegensätzen, ist offenherzig und engstirnig. Potsdam als „das Potsdam“ gibt es nicht.
Die Menschen gehen für ihre Belange mal mehr, mal weniger auf die Straße. Sei es gegen die Atom-Politik, Kundgebungen gegen die mittlerweile von der NPD verschluckten DVU, die Rechte von Frauen oder die Erhaltung und Schaffung von Freiräumen – die Problemlagen sind in Teilen der Potsdamer Bewohnerschaft präsent und äußern sich auch in Wahlergebnissen und anderen politischen Beteiligungsformen. Die Interessenvertreter_innen bürgerlicher Politik nehmen den Protest auf, verarbeiten ihn und werfen, je nach Demonstrant_in und Anliegen, einen manchmal sehr eigenen Kompromiss aus. Sie „strafen“ aber auch schon mal mit Desinteresse oder der Vereinnahmung brisanter Anliegen.

Hier setzt das Festival „Schöner leben. Alles für alle! – Die Perspektive im Anti…“ an. weiter lesen

Gedenken an Carlo Giuliani

Beim G8 Gipfel 2001 im italienischen Genua kam es zu den bisher schwersten Zusammenstößen zwischen GipfelgegenerInnen und der Polizei bei einem solchen Gipfel überhaupt. Im Verlauf der mehrtägigen Auseinandersetzungen wurden hunderte DemonstrantInnen verletzt und der italienische Gipfelgegner Carlo Giuliani am 20. Juli 2001 angeschossen, von einem Carabinieri Jeep mehrfach überrollt und getötet. Der Gipfel in Genua markiert einen Einschnitt der Proteste gegen die G8-Gipfel und zeigte mit welchen Mitteln die Polizei in Italien aber auch dem Rest Europas bereit ist gegen DemonstrantInnen vorzugehen. Die Situation in Genua wurde des öfteren mit dem Vorgehen der Polizei und des Militärs in den Diktaturen Südamerikas verglichen, gerade wegen des Angriffes der Bullen gegen die Diaz-Schule und unterscheidet sich wiederum nicht großartig von der Härte mit der die Polizei in Griechenland aktuell die Bevölkerung angreift.
Zum Gedenken an Carlo Giuliani rufen Linke Gruppen in Berlin zu einer nichtangemeldeten Demonstration auf. Die Demonstration soll nicht angemeldet werden, weil die AufruferInnen der Meinung sind, dass man nicht die Behörden um Erlaubnis bitten sollte demonstrieren zu dürfen, die letzendlich für die Ánwendung polizeilicher Gewalt verantwortlich sind. Den Aufruf zur Demo findet ihr hier und hier
Carlo Giuliani Demo

Über den Tellerrand

Einiges passiert rund um die sogenannten Freiräume in Europa. Hier ein paar aktuelle Sachen:

Solidarität mit Kommando Rhino!

Seit nunmehr fast zwei Jahren hält das Wagenplatz-Kollektiv „Kommando Rhino“ in Freiburg das M1 Gelände am Eingang zum „Vorzeigestadtteil“ Vauban besetzt. Zum 31. Juli läuft nun die Frist der Stadt ab. Sofern die Wagenplätzler_innen das Gelände nicht freiwillig verlassen, droht die polizeiliche Räumung. weiter lesen
Auch schön: Freiburg sucht den Supersquat – Runde 1!

Widerstandsbrigaden um Kukutza (Baskenland) zu verteidigen

Kukutza ist ein soziales Zentrum im ArbeiterInnen Bezirk von Rekalde in Bilbao, Euskal Herria (Baskenland). Dort können die BewohnerInnen die Räumlichkeiten nutzen, um diverse Aktivitäten selber zu organisieren. Jetzt ist die ehemalige Industriehalle von der Räumung und vom Abriss bedroht.
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Hausbesetzungen in Wien und Linz (Österreich)

In Wien und Linz gibt es seit Freitag den 8. Juli zwei öffentliche Hausbesetzungen. In Linz wurde ein Haus in der Gürtelstraße 42 besetzt. In Wien wurde der Wohnkomplex Lobmeyr-Hof besetzt und zum Autonomen Zentrum erklärt. Das Haus in Wien ist im Augenblick akut räumungsbedroht…
mehr unter: Indymedia Österreich und Besetztes Haus in Linz und besetztes Haus in Wien




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