Archiv für November 2011

DatschaVokü goes Infoladen

Am Dienstag (22.11.) zieht die SchlemmerVokü in den Infoladen (Zeppelinstr.25). Dort gibt es ab 20 Uhr eine Mobiveranstaltung zur Antifademo in Greifswald (und die datscha bleibt ausnahmsweise mal zu).

Seit geraumer Zeit haben sich neonazistische Strukturen in und um Greifswald gefestigt und noch stärker vernetzt. Anfänglich beschränkten sich ihre Aktionen auf Verteilen von Flyern und Schmierereien an Hauswänden, doch schon nach kurzer Zeit wurde ihr Auftreten zunehmend gewaltbereiter. Körperliche Übergriffe auf nicht rechte Menschen stiegen massiv an. Traurige Höhepunkte dieser neuen Qualität der Gewalt bildeten die Brandanschläge auf zwei alternative Wohnprojekte und der bewaffnete Überfall auf einen Jugendlichen, der anschließend auf der Intensivstation behandelt werden musste. Greifswald hat ein verdammtes Naziproblem. Greifwalder Antifaschist_innen haben keine Lust mehr tatenlos zuzusehen. Des Öfteren wurde es geschafft erfolgreich gegen Naziaktivitäten vorzugehen. Die Demonstration reiht sich in eine Vielzahl antifaschistischer Aktivitäten ein, unter anderem der blockierte Naziaufmarsch am 1. Mai und die erfolgreichen Störungen von NPD-Infoständen in der Stadt. Genoss_innen aus Greifswald werden am 22.11.2011 im APAP über die Greifwalder NeoNazi-Szene informieren und letzte Infos für die Demonstration bekanntgeben. Es wird Essen und Getränke geben.

flyer mobiveranstaltung greifswald

Über den Tellerrand

Nicht nur in Potsdam findet sich kaum noch bezahlbarer Wohnraum, sind Haus- und Kulturprojekte bedroht oder kämpfen Bewohner_innen von Wagenburgen um ihren Platz … ein Blick über den eigenen lokalen Tellerrand lohnt immer.

[Hamburg] Wagenplatzräumung verhindern!

Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine Räumungsanordnung erhalten – mit sofortiger Vollziehbarkeit. Ab 4.11.2011 kann geräumt werden, wann es passieren soll ist unklar. Auch eine Klage der Zomia-Leute blieb erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies am 7.11. die Klage ab. weiter lesen / zomiableibt.blogsport / Bilder von der Zomia bleibt! Demo am 5.11.

[Hamburg] Mietendemo und Polizeiübergriffe

Am Samstag den 29.10. fand in Hamburg eine Demonstration für die Vergesellschaftung von Wohnraum mit 6000 Menschen statt. Der autonome Block und andere Menschen auf der Demo wurden dabei mehrfach von der Polizei angegriffen und es kam zu zahlreichen Verletzten. Trotz zahlreicher Stops blieb die Demo solidarisch und geschlossen und wurde bis zum Ende durchgesetzt. Bei vielen Projekten auf der Route gab es Transparente, Pyrotechnik oder Konfettie. weiter lesen

[Köln] SPD und ProKöln machen Front gegen AZ

Nachdem das Autonome Zentrum Köln einen Nutzungsvertrag mit der Sparkasse abgeschlossen hat und mit diesem die ehemalige Werkskantine in der Wiersbergstraße in Köln-Kalk legal und prinzipiell unbefristet weiternutzen könnte, suchen nun Kölner Lokalpolitiker erneut den Konflikt um das Haus. Mit einem als Tischvorlage eingereichten Eilantrag beschließen SPD und CDU in der Kalker Bezirksvertretung den zukünftigen Abriss des Gebäudes. Als Vorwand dafür bemühen sie einen dringend an dieser Stelle benötigten Grünstreifen und Parkplätze. Einer Bürgerversammlung im Dezember wollen sie eine stadtplanerische Variante, die den Erhalt der Kantine vorsieht, gar nicht zur Diskussion vorlegen.
Derweil macht der Kalker Bezirksbürgermeister Markus Thiele (SPD) Stimmung gegen das AZ. So inszenierte er unmittelbar nach der belastenden Räumungssituation eine Bürgerversammlung auf der Anwohner_innen aufgerufen waren sich über das AZ zu beschweren. Reißerische Medien-Berichte griffen diese Beschwerden auf und liefern damit eine Steilvorlage für die Rechtspopulist_innnen und Rassist_innen von Pro Köln, die für den 19. November zu einer Demo gegen das AZ sowie „Linksextremisten und kriminelle Ausländer in Kalk“ aufrufen. weiter lesen

[Barcelona, Les Planes] Neues internationales besetztes Autonomes Zentrum

Für insgesamt mehr als hundert Jahre stand das „Castillo“ (kleines Schloss) in Les Planes, einem Berg an der Stadtgrenze Barcelonas, verlassen da. Die Besitzurkunde ging von Hand zu Hand doch keiner der Besitzer nutzte das Gebäude. Der ursprüngliche Plan ein Krankenhaus für Tuberkulosepatienten zu erbauen wurde nie in die Tat umgesetzt.
Während des spanischen Bürgerkriegs wurde das „Castillo“ vom antifaschistischem Widerstand als Guerrilla-Krankenhaus genutzt. In diesem Wurde unter anderem auch George Orwell behandelt, als er verwundet war. Im Jahr 2000 wurde Das Schloss erstmals besetzt und geräumt nur um wieder ungenutzt herumzustehen. Wir haben es wieder geöffnet! Wir haben das „Castillo“ besetzt und nun eröffnen wir einen Raum für Treffen, Kreativität, Diskussionen und politische Arbeit gegen Spekulation und Kapitalismus. Kommt vorbei, teilt eure Ideen mit uns. Alle sind willkommen das neue Soziale Zentrum kennenzulernen. mehr Infos auf engl.

[Berlin] Liebig14-Prozess endet mit Freispruch

Am 02.11.2011 fand der erste Prozess gegen eine bei der Räumung der Liebigstrasse 14 festgenommene Person statt. Die Anklage lautete Hausfriedensbruch. Insgesamt wurden bei der Räumung neun Menschen im Haus angetroffen, es konnte jedoch nicht bewiesen werden, dass sie sich dort widerrechtlich aufgehalten haben. Der Prozess endete mit einem Freispruch. weiter lesen

[Überall] Internationaler Aufruf »Access all Areas«

Der Aktionstag am 17.12.2011 soll ein regionales und internationales Ereignis schaffen, das überall dort seinen Ort hat, wo ihr kämpft und lebt und euch solidarisch auf besetzte und umkämpfte Zentren wie die Rote Flora, Kukutza, Ungdomshuset, Skaramanga, Wagenplätze oder Hausprojekte bezieht. weiter lesen

Und zu guter Letzt noch ein bischen visuelles Futter für die Nostalgiker unter uns:

[Berlin] Fotos von Hausbesetzungen in den 80ern

Vom 9.-18. September 2011 fand in Berlin eine Veranstaltungswoche zur Geschichte der Hausbesetzungen und Mietkämpfe in Berlin statt. In dieser „Woche der Widerspenstigen“ schlugen Ex-BesetzerInnen aus den 80ern und jetzige AktivistInnen eine Brücke zwischen damals und heute. Vieles von dem, was die Bewegung in den 80er Jahren angetrieben hat, gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung: sei es der Kampf um Freiräume oder der gegen Verdrängung und Spekulation.
“Aufgenommen!” lautet daher auch der Titel einer Fotoausstellung mit 85 Impressionen der Hausbesetzerbewegung 1980 – 1984 in Berlin.
Bilder anschauen

Und das Rauchhaus wird 40 und feiert am ersten Dezemberwochenende. Bilder von 1971




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