Archiv für April 2013

Und das wird’s geben beim Frühlingsfest

tagsüber: Concordiawetter, Kinderfußballturnier, Torwandschießen, Hüpfburg, Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill (auch vegetarisch), Infotische, Sputnik-Büchertisch, Siebdruck, FreilichtUmsonstladen, Beachvolleyball, Boule, Strandbar, FerienlagerAtmosphäre und Sonnenschein für alle

abends: Konzert mit ZackZack ( Punk/Wave/Powerpop--Berlin--reinhören)
Frogrammers (Schnodderfressen-Punk--berlin--reinhören) und den
Balotellis (MidlifeCrisisPunk/Potsdam) danach Disko mit Djane Anne und PunkrockVinylTresen im Wohnzimmer

Also packt die Picknickdecke ein und nichts wie an die Havel auf die NowaWiese!

Und wer Lust und Muse hat, kann gerne einen Kuchen für die Kaffee und Kuchenbar beisteuern!

Zwangsräumungen in Potsdam

Dank der vielfältigen Aktionen und massiven Proteste des Bündnisses „Zwangsräumungen verhindern!“ aus Berlin gegen die Vertreibung von Mieter_innen mittels Zwangsräumungen wurde in den letzten Wochen erstmals in der Öffentlichkeit und den Medien über die drastischen und z.T. tödlichen Auswirkungen (siehe den Fall von Rosemarie F.) neoliberaler Stadtpolitik, den damit verbundenen steigenden Mieten und der Kündigung nicht zahlungskräftiger Mieter_innen berichtet.
Ein erster Artikel in Potsdams Presselandschaft ist nun in der PNN zum Thema Zwangsräumungen erschienen.
Auch in Potsdam ist aufgrund von Mietschulden die Zahl der jährlichen Zwangsräumungen gestiegen. „Klar ist jedoch, dass es in den letzten Jahren eine steigende Zahl von Kündigungen durch Vermieter als auch von angesetzten Zwangsräumungen gegeben hat. Wurden der Stadt im Jahr 2010 noch 153 Zwangsräumungen angekündigt, waren es im Jahr 2011 bereits 197. Allein in der ersten Hälfte von 2012 waren es schon 104. Abschließende Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.“
Zum Artikel: Wohnen in Potsdam – Mehr Mietern wird gekündigt

Trauer – Wut – Widerstand


Trauer – Wut – Widerstand
Rosemarie geht uns alle an!

Demo – Sonntag, 14.04., 17:00 Uhr, Lausitzer Platz, Berlin-Kreuzberg

Am 11.4. verstarb die schwerkranke 67-jährige Rosemarie Flies, zwei Tage nachdem sie aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt worden war. Ärztliche Atteste hatten bestätigt, dass sie einen Rausschmiss aus der Wohnung nicht überleben würde. Trotzdem nahmen die Eigentümerin von Rosemaries Wohnung, Gerichte, Politik und Polizei ihren Tod billigend in Kauf und
setzten die Räumung von Rosemarie durch — alles zum Schutze des Eigentums an Wohnraum. Uns reichts! Wohnraum darf keine Ware sein und Menschenleben dürfen nicht dem Eigentum geopfert werden! Verdrängung stoppen --
Zwangsräumungen verhindern!

Wir starten am Lausitzer Platz in Kreuzberg, dort wo das Bündnis Zwangsräumungen Verhindern entstanden ist, und auch Rosemarie zu uns gestoßen ist. Ziel ist das Rathaus Neukölln, der Bezirk, in dem am 29.4. eine der nächsten Zwangsräumungsblockaden ansteht.

Nazischeiße verhindern!!

„Unter dem Motto „Einmal Brandenburg und zurück. Asyl ist kein Selbstbedienungsladen!“ hat die rechtsextreme NPD (Kreisverband Havel-Nuthe) für Sonnabend, den 13. April, ab 9.30 Uhr zu einer Kundgebung am Magnus-Zeller-Platz, in unmittelbarer Nähe zum Wohnheim für Migrant/innen, aufgerufen.

Das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ wird eine Kundgebung mit Infostand an der Tram-Haltestelle Magnus-Zeller-Platz ab 8.30 Uhr durchführen. Wir laden alle Potsdamer/innen zum gemeinsamen, friedlichen Protest auf.“ (Quelle: Stadtjugendring Potsdam)

Das Ende einer Zwangsräumung!!

Rosemarie F. Gestorben!!

„Liebe Freunde und Freundinnen,

die Nacht nach der Zwangsräumung in Reinickendorf hat Rosemarie bei uns in der WG verbracht. Wir haben viel geredet und einen guten Abend verbracht. Am nächsten Mittag hat sie für uns Fisch gekocht und ist dann von Freundinnen in die selbstorganisierte Unterkunft ‚Wärme mit Herz‘ begleitet worden. Dort wurde sie sehr freundlich aufgenommen, hat aber leider nur eine Nacht verbringen können, da sie im Laufe des heutigen Tages verstorben ist.
Leute von der Wärmestube haben mich eben angerufen und mir von diesem schrecklichen Ereignis erzählt. Die Todesursache wird derzeit von der Polizei ermittelt.

Mir fällt dazu leider sehr wenig ein – es macht Euch und alle, die sich in letzter Zeit für Rosemarie eingesetzt haben oder auch ideell ihr beistanden sicher so traurig wie mich.

Wir hier trösten uns ein wenig damit, dass Rosemarie zu ihrem Lebensende noch ein wenig Solidarität erfahren hat, wovon sie in den letzten Jahren sicherlich nicht sehr reich beschenkt war.

Leider hat dies nicht verhindert, dass ihr Herz zerbrochen ist.

Gerade deshalb, wir kämpfen weiter!

Der Berliner Zeichner Heinrich Zille hat gesagt: „Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt.“ Wohl erst recht, wenn man ihm diesen bescheidenen Rückzugsort auch noch wegnimmt.“

Di. // 09.04. // 8.00 Uhr // Zwangsräumung blockieren

Am Dienstag, den 09.04., soll zum dritten Mal Rosemarie F. in der Aroser Allee 92 in Berlin Reinickendorf um 9.00 Uhr zwangsgeräumt werden.
Am 27.02. hatte das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ zu einer Kundgebung aufgerufen zu der 200 Unterstützer_innen kamen. Die Zwangsräumung wurde in letzter Minute vom Gericht abgesagt. Die Polizei war ab 6.00 Uhr mit einem Großaufgebot vor Ort und hat die Aroser Alle 92 mit Hamburger Gittern abgesperrt.

Wie es diesmal aussehen wird ist schwer abzuschätzen aber das Bündnis ruft dazu auf, ab 8.00 Uhr vor Ort zu sein, so dass auch diese Zwangsräumung nicht still und leise durchgezogen werden kann. Rosemarie F. war am 27.02. tief gerührt von der massenhaften Solidarität und wünscht sich auch dieses Mal Proteste, auch wenn sie auf Grund ihrer Gesundheit nicht in der Wohnung sein kann. Seid auch am 09.04. mit kreativen Aktionen des zivilen Ungehorsams solidarisch.
EA, Anwält_innen, Vokü und die Samba-Band sind angefragt.

Zum Hintergrund

Auch bei Rosemarie F. ist für das Auflaufen der Mietschulden das Grundsicherungsamt verantwortlich. Das Amt für Grundsicherung zahlt die Miete. Durch Kontenwechsel oder Eigentümerwechsel kommt es immer wieder dazu, dass Mieten nicht rechtzeitig auf die jeweils neuen Konten eingezahlt werden. Das wird dann gern zum Vorwand für Kündigungen genommen, obwohl gerade das Amt für Grundsicherung ein sicherer Mietzahler sein sollte.

Rosemarie F. hat schriftlich vom Arzt attestiert bekommen, dass ihr die Wohnungsräumung gesundheitlich nicht zuzumuten ist. Doch der Eigentümerin, Birgit Hartig, ist das alles gleich. Auch ihr Mann hat schon gesagt, dass Rosemarie F. seinetwegen in den Dschungel gehen oder sich umbringen könne… Der Stress um die Wohnung setzt Rosemarie zu aber trotz allem ist sie kämpferisch und so war sie auch am 02.04. bei der Blockade gegen die Räumung in der Reuterstraße.

Tatsächlicher Grund der Zwangsräumung, wie so vieler Zwangsräumungen, ist das Bestreben der Wohnungseigentümer_innen, auf Basis des Berliner Immobilienbooms, den Profit mittels Neuvermietungen zu steigern.

Mehr Infos auf zwangsraeumungverhindern

Blockade vom 27.02.2013




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