Archiv für September 2015

Stop TTIP-Demo 10.10. Berlin

Solidarität im Zwiespalt der Realität(en)

Gedanken der la datscha zur neuen ZAST in Potsdam

Auch wir, das „la datscha“ – Kollektiv, haben uns zusammengesetzt und die ersten Tage in der Heinrich-Mann-Allee 103 für uns ausgewertet und darüber diskutiert. Im Folgenden haben wir versucht unseren Standpunkt zur derzeitigen Situation vor Ort zusammenzufassen und hoffen über einige Punkte mit euch weiterdiskutieren zu können.

Seit Montag letzter Woche wurden auf dem Ministeriumsgelände, in ehemaligen Bürogebäuden, Unterkünfte für Geflüchtete eingerichtet.
Da erst am Sonntagabend klar wurde, dass diese genutzt werden können, wurden innerhalb kürzester Zeit Helfer_innenstrukturen organisiert, um dem schlimmsten Durcheinander entgegenzuwirken und den Geflüchteten eine menschenwürdige Ankunft vorzubereiten. Es wurden die Gebäude grundgereinigt, notdürftig möbliert und Sachspendenstellen eingerichtet. Viele Freiwillige haben mit angepackt und der Spendenaufruf wurde mit großer Resonanz erwidert. Es ist schön zu sehen, wie viele Leute bereit sind, Menschen in Not zu helfen und ihre Freizeit einzubringen, um eben diesen in Not geratenen endlich ein Ankommen möglich zu machen.

Ohne diese Selbstorganisation hätte das peinliche Versagen des Staates ganz andere Ausmaße angenommen. Wie in vielen anderen Städten, hat sich auch das Land Brandenburg fast vollkommen auf diese Helfer_innenstrukturen bei der Bewältigung der Geflüchtetenversorgung verlassen. Wieder einmal haben Freiwillige die defizitäre Flüchtlingspolitik der vergangenen Jahrzehnte kompensiert und für diesen Einsatz haben sie unsere größte Solidarität und Anerkennung!
Ganz andere Bilder konnte mensch Anfang der Neunziger miterleben, wo Geflüchtete viel weniger Unterstützung und Solidarität erfahren haben , Helfer_innen sehr alleine waren und oft nicht im Ansatz das Gefühl hatten, mit dem, was sie taten auch nur annährend die Meinung einer Mehrheit zu vertreten. Das ist heute zum Glück anders!
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Vom Rand der „Festung Europa“--Teil2

Am 19.9. erreichte uns dieser Text vom Rande der „Festung Europa“ aus Tovarnik , an der serbisch/kroatischen Grenze. Es ist nicht einfach direkte Infos von diesem Ort zu bekommen, der Text wurde als SMS geschickt. Fotos und einen Text in deutsch werden wir in der nächsten Woche veröffentlichen!

Unser Spendenaufruf war sehr erfolgreich! Schon am ersten Tag war es möglich 1000 Euro direkt an die Helfer_innen vor Ort zu senden und einige Tage der Versorgung für einen Teil der Menschen möglich zu machen. Mindestens noch einmal genauso viel Geld, vielleicht mehr, ist in den darauffolgenden Tagen zusammengekommen. Wir danken allen Leuten, die uns ihr Geld anvertraut haben! Ebenso der Fraktion „Die Andere“, dem Freiland Potsdam, dem Sparatcus und allen Freund_innen, die unseren Notruf verbreitet und ihre Netzwerke ins Spiel gebracht haben, um die Leute in Kroatien zu unterstützen!

Die Regierungen Europas lassen diese Katastrophe zu, während sich Angela Merkel und andere als die Menschenfreunde darstellen können. In der nächsten Woche wird es Beratungen zu einer Verschärfung des Asylrechts geben (mehr dazu findet ihr bei ProAsyl ).
Deswegen ist zum sogenannten „Flüchtlingsgipfel“ der Bundesregierung am 24.09.2015 vor dem Kanzleramt in Berlin eine Demonstration geplant: Donnerstag, 24. September um 17:00 am Kanzleramt

Das Problem der europäischen Regierungen ist, wie sie die Ströme wieder beenden können, um zur Abschottungspolitik zurückzukehren, nicht aber, wie sie den Menschen konkrete Hilfe zuteil werden lassen können, die vor Krieg, Armut und Hunger, durch Wüsten, über Meere und an europäischen Grenzzäunen entlang geflohen sind!
Keine Festung Europa---Reisefreiheit für Alle!!

La Datscha/ Potsdam

Der Text aus Kroatien (19.09.15):
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Vom Rand der „Festung Europa“

Freund_innen aus dem Umfeld der La Datscha sind seit einer Woche an den Grenzen zwischen Ungarn & Serbien und Kroatien & Serbien unterwegs, um die dort ankommenden Geflüchteten zu unterstützen. Heute morgen erreichte uns ein Notruf, weil die Lage immer weiter eskaliert. Es gibt keine staatliche Versorgung, keine sanitären Anlagen, kein Wasser und kein Essen. Es gibt Gerüchte über Tote in der letzten Nacht und Übergriffe durch die kroatische Polizei. Die Helfer_innen vor Ort brauchen dringend Geld, um das Nötigste einzukaufen und an die Leute verteilen zu können. Ein Eindruck von der Situation vor Ort vermittelt ein kurzer Text von der Internetseite boardermonitoring.eu, den wir hier dokumentieren.

Kurzbericht von der kroatisch-serbischen Grenze
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