Archiv für August 2016

Reformation 2.0: Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche!

Reformation 2.0:
Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche!
Für die Trennung von Staat und Kirche!

Sonntags, 11.09.2016 / 9:00 Uhr / Garnisonkirchenbrache (Breite Straße)



Kommt als Bauernmob in Arbeitskluft (kann auch modern sein) passend zu den Revolten während der Reformation!

Welchen wichtigen Anlass gibt es am diesjährigen 11. September? Etwa den 15. Jahrestag des Attentats auf das World Trade Center in New York? Nein! Für unsere Garnisonkirchenfreund*innen findet an diesem denkwürdigen Datum etwas viel „Bedeutenderes“ statt: Ein Fernsehgottesdienst in der Nähe der Garnisonkirchenbrache (im IHK-Gebäude gegenüber), live ausgestrahlt im ZDF, in dem das Zuschauerpublikum auf das nach nationaler Bedeutung hechelnde Garnisonkirchenprojekt eingestimmt werden soll.

Wie und warum es dazu gekommen ist, an diesem besonderen Jahrestag einen Fernsehgottesdienst mit Bezug auf die ehemalige Garnisonkirche zu veranstalten, wissen eventuell Marlehn Thieme, Mitglied des EKD-Rates, Garnisonkircheunterstützerin und Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates und ihr guter Bekannter Wolfgang Huber, Vorsitzender der Garnisonkirchenstiftung, der im Fernsehgottesdienst seine weisen Worte an das ZDF-Publikum wenden wird – und sicher jeden unpassenden Vergleich zwischen Garnisonkirche und World Trade Center vermeiden wird…

Wir wollen gegen die unangemessene Fernsehwerbeveranstaltung für die Garnisonkirche vor Ort protestieren.

Deshalb rufen wir zur erneuten Reformation auf und haben drei „Thesen“:
– Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche
– Trennung von Staat und Kirche
– Gegen die Dekadenz der Kirchenelite

Wir rufen euch, als Potsdamer „Bauernschaft“, auf: Zeigt der prunksüchtigen Kirchenleitung, wo eure Mistgabeln hängen! Kommt sonntags im Agrararbeitsoutfit – ganz im Sinne der Bauernaufstände zu Zeiten der Reformation. Denn wie jede*r gute Protestant*in weiß, waren die Finanzschwierigkeiten eines großen Kirchenbauprojektes, des Peterdoms, der zentrale Auslöser der damaligen Reformation. Der Petersdom sollte mittels der Verschärfung des Ablasshandels finanziert werden, weshalb für die arme Bevölkerung das Fass der Feudalgesellschaft zum Überlaufen voll war.

Quelle: Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonskirsche
Mehr Infos: http://www.ohne-garnisonkirche.de

Los rampos muy grandes

Hallo Leute,
wie ihr wahrscheinlich schon alle mitbekommen oder über die Medien erfahren habt, steht „los rampos muy grandes“ nicht mehr. Wir sind traurig und wütend darüber, dass dieses Projekt, das wir sehr gerne unterstützt haben, auf so eine Weise scheitern musste. An dieser Stelle möchten wir deswegen zunächst unsere Solidarität mit den Leuten des Kollektivs der Rampe bekunden, deren Vorstellungen und Ziele zerstört wurde. Dennoch wollen wir klarstellen, dass wir anders als wiederholt behauptet, weder am Aufbau und schon gar nicht am Abriss der Rampe beteiligt waren. Wer die La Datscha kennt, weiß, dass wir nicht bei den kleinsten Problemen einknicken und aus Angst vor Repressionen kuschen, sonst würde es uns schließlich nicht geben. Wir werden auch weiterhin Projekte unterstützen, die den Bereich um die La Datscha besetzen und gestalten wollen, wenn sich die jeweiligen Gruppen der Bedeutung und Konsequenzen ihres Handelns bewusst sind. Leider war es bei einigen des genannten Kollektivs nicht der Fall. Das Umfeld der datscha ist kein Tummelplatz für verwöhnte Mittelstandsgören. Mensch kann nicht den Revolutionär mimen und sich dann wundern, dass es ein blaues Auge geben könnte.
Frust beiseite, wir wollen hier noch einmal allen Leuten danken, die mit ihrer Anwesenheit und ihren Engagement ihre Unterstützung gezeigt haben.

Die Stadt gehört allen! One struggle, more fights!

Raus auf die Straße! Antifaschistische Streetparade in Frankfurt (Oder)

Am 03.09.2016 wollen wir gemeinsam mit euch auf die Straße gehen, um gegen rassistische Hetze in Frankfurt (Oder) anzutanzen. Wir stehen für eine solidarische Gesellschaft, die sich gegen das herzlose und hasserfüllte Gezetere der Frankfurter Rechten einsetzt. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der jede*r das Recht hat seinen Wohnort zu wählen, vor Krieg und Barbarei zu fliehen und auf ein besseres Leben zu hoffen.

Die rassistische Flüchtlingspolitik auf europäischer und nationaler Ebene schürt den Hass in dieser Gesellschaft und fördert den sozialen Unfrieden. Sie stellt sich in den Dienst der Wutbürger*innen und entrechtet Menschen, die in Europa Schutz suchen. Die Abschottung und der Egoismus derjenigen, die in Wohlstand und Frieden leben können, steht denen gegenüber, welche aus Angst und Verfolgung alles hinter sich lassen mussten, um in Sicherheit weiter leben zu können.

Der Rechtsruck in Europa ist ein Ausdruck für die Befürchtung etwas vom großen Kuchen abgeben zu müssen. Dieser Hass entlädt sich überall in Europa, so auch hier in Frankfurt (Oder).

Dem stellen wir uns entschlossen entgegen!
Gegen die soziale Kälte und Ausgrenzung stellen wir die Ideen von Emanzipation und Gleichberechtigung.
Gegen die Vereinsamung in unserer Gesellschaft stellen wir unsere Solidarität.
Gegen den rechten Hass stellen wir einen gemeinsamen Kampf für eine bessere Welt!

Am 03.09.2016 wollen Frankfurter Rassist*innen den Schulterschluss mit Ultranationalist*innen aus Polen üben und mobilisieren für eine erste länderübergreifende Demonstration. Wir werden ihnen die Straße an diesem Tag nicht überlassen. Gegen ein Europa der Vaterländer und gegen Abschottung und Mauern werden wir am 03.09.2016 mit unserer antifaschistischen Streetparade demonstrieren.

Startpunkt Streetparade: 13:00 Uhr am Bahnhof Frankfurt (Oder)

Zugtreffpunkt in Berlin: 11:45 Alexanderplatz Gleis 1 – Fahrtzeit 1h Stunde

!!Jetzt Neu!! facebookseite !!Jetzt Neu!!

Die Initiative Rund um die „Rampe des Anstoßes“ neben der Datscha hat nun eine facebookseite freigeschaltet:
Los Rampos Muy Grandes
…und hier könnt ihr eine Petition unterschreiben.


Am 1. September 2016, dem in Erinnerung an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen 1939 zum internationalen Antikriegstag ernannten Datum, treffen sich in Potsdam die Außenminister der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) um „neue Impulse für eine Friedenssicherung in Europa [zu] setzen.“

Den Frieden in Europa und überhaupt sichern, das klingt doch erstmal gut, warum also Kritik daran üben? Ein erster Blick auf die Zusammensetzung der OSZE dürfte eigentlich schon reichen. Die drei größten Rüstungsexporteure der Welt, die USA, Russland und Deutschland sind Mitglieder in der OSZE…hier weiterlesen

Los Rampos muy grandes!

Die am Havelufer errichtete Rampe ist fertiggestellt! Die Initiative Los Rampos muy grandes lädt aus diesem Anlass alles Interessenten dazu ein, mit uns am Dienstag dem 23.08. ab 17.00 die Halfpipe einzuweihen. Wir wollen mit euch zusammen in gemütlicher Runde skaten, Volleyball spielen, Kleidung bedrucken oder einfach am Strand baden und schnacken. Im Anschluss gibts zur regelmäßigen Vokü lecker veganes Essen. Zusätzlich sollt ihr auf den neusten Stand, in der entbrannten Debatte gebracht werden.

Die Stadt sind wir alle!

Erklärung des besetzten Kulturprojektes La Datscha, betreffend des Baus einer sogenannten „Halfpipe“ neben dem Datschagelände.

Seit einigen Tagen können Passanten das Entstehen einer sogenannten „Halfpipe“ neben dem besetzten Haus La Datscha an der Humboldtbrücke betrachten. Täglich entwickelt sich das Projekt weiter und wir waren gespannt, wie das neue Objekt auf der „Nowawiese“, neben dem vorhandenen Beachvolleyballplatz, den von der Datscha installierten Bänken und unserem Strand, angenommen werden wird. Gegen alle Hoffnung der Skater_Innen war aber auch klar, dass die Schlösserstiftung, auch bekannt als „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“, als Besitzerin des Grundstücks, dieser Initiative einen Strich durch die Rechnung machen könnte. So geschah es dann auch prompt. Am Morgen des 17. August kamen zwei Mitarbeiter_Innen der Stiftung und fünf Polizist_Innen und stellten ein siebentägiges Ultimatum zum Rückbau der „Halfpipe“. Für einen Fall des Zuwiderhandelns wurde direkt mit nicht näher genannten Schritten gedroht.

Stiftung was…??
Der Bau der „Halfpipe“ fußt nicht auf unserer Initiative, wir unterstützen sie aber eindeutig und fordern die Stiftung und die Stadt Potsdam deutlich dazu auf, die Entwicklung der „Nowawiese“ zuzulassen und zu fördern. Potsdam wächst und braucht Flächen für Freizeitgestaltung. Die „Nowawiese“ könnte das Areal sein, was dazu beiträgt, dass die immer größer werdenden Viertel Babelsberg und Zentrum Ost zusammenwachsen und könnte eben der Ort sein an dem sich Menschen aus beiden Kiezen über die Schnellstraße hinweg treffen, feiern, spielen und Zeit miteinander verbringen könnten. Unsere Erfahrungen mit der SPSG zeigen, dass jede Entwicklung bekämpft und bedrängt wird. Der neue Fußballplatz ist nach den Regeln der SPSG gebaut worden und geht somit in Teilen an den Interessen der Nutzer_Innen vorbei. Um unseren Volleyballplatz wurden in einer Kahlschlagaktion im Februar fast alle Bäume und Büsche gefällt, ohne Rücksprache mit uns zu halten. Der Volleyballplatz ist trotz seiner guten Nutzung fortwährend durch eine Zerstörung bedroht, da er halt „nur“ geduldet wird.

Flächentausch
Ein Flächentausch, nach dem das Datschagrundstück der SPSG zugeschlagen werden soll, steht nach wie vor im Raum. Dies würde das definitive Ende unseres Projektes bedeuten, da wir, so wie wir sind und mit dem was wir machen, allem widersprechen, was die SPSG nach außen vertritt. Wer eine lebendige Stadt will, muss auch lebendige und unkontrollierte Orte zulassen. Dafür stehen wir als Projekt und auch die neue Initiative rund um die „Halfpipe“. Damit brüstet sich die Stadt Potsdam gerne, wenn, wie am Samstag, den 20. August, vermeintlich gemeinsam gegen Nazis demonstriert wird. Die Blöße sich öffentlich zu der Datscha und somit auch zu dem neuen „Halfpipe“-Projekt zu bekennen, geben sich die Politiker_Innen, seit dem nunmehr acht Jahre bestehenden Projekt „La Datscha“, nicht. Ein klares Bekenntnis zur oft zitierten Weltoffenheit und Toleranz, wäre es genau dies zu tun und Initiativen auf der „Nowawiese“ zu zulassen und zu unterstützen. Wenn es einen Grundstückstausch gibt, sollten der SPSG die ihr gehörenden Flächen, entzogen und der Stadtöffentlichkeit übergeben werden. Dass die SPSG keine Kompromisse einzugehen bereit ist, hat sie rund um das Entstehen des Fußballplatz zu genüge bewiesen. Eine endgültige Lösung dieses Konfliktes würde sich nur ergeben, wenn die Stadt Potsdam wieder den Besitz über die Flächen erlangt, oder die Stiftung endlich zu Kompromissen bereit wäre. Letzteres erscheint uns ein allzu naiver Gedanke zu sein…

La Datscha (besetztes Haus mit Havelblick)

Mehr Infos auf: Inforiot

Achtung! IdiotenTag in Potsdam. Achtung!

Am Samstag den 20.08.2016 wollen die vermeintlichen Nachfolger der Pogidakampagne (die Freien Patrioten Potsdam) des offensichtlich desorientierten Christian Müller, zwischen 14 und 20 Uhr einen sogenannten „Patriotentag“ auf dem Luisenplatz abhalten. Christian Müller hatte durch diverse Aktivitäten klar gemacht, dass er der letzte Mensch in Potsdam ist, der seinen Mitbürger_Innen die Welt erklären sollte ( Pnn ), auch deswegen schrumpfte seine Gefolgschaft vom Erstversuch im Januar bis Mai auf ein klägliches Häufchen zusammen. Nun Versucht der Leipziger und SuperArier Eric Graziani Grünwald die PogidaLeiche wiederzubeleben.



Hier gibt es einen Aufruf der Emanzipatorischen Antifa Potsdam zu den Gegeaktivitäten. Neueste Neuigkeiten findet ihr wie immer unter nopogida.de, bei Tickerpotsdam auf Twitter oder bei PogidaWatch.
Der Potsdamer Ermittlungsausschuss hat eine neue Nummer: 0157 353 60 434
Kommt alle! Helft mit, den NaziIdioten den Weg aus der Stadt zu zeigen!




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: