Archiv der Kategorie 'DatschaNews'

Erklärung des besetzten Kulturprojektes La Datscha, betreffend des Baus einer sogenannten „Halfpipe“ neben dem Datschagelände.

Seit einigen Tagen können Passanten das Entstehen einer sogenannten „Halfpipe“ neben dem besetzten Haus La Datscha an der Humboldtbrücke betrachten. Täglich entwickelt sich das Projekt weiter und wir waren gespannt, wie das neue Objekt auf der „Nowawiese“, neben dem vorhandenen Beachvolleyballplatz, den von der Datscha installierten Bänken und unserem Strand, angenommen werden wird. Gegen alle Hoffnung der Skater_Innen war aber auch klar, dass die Schlösserstiftung, auch bekannt als „Stiftung Preußische Schlösser und Gärten“, als Besitzerin des Grundstücks, dieser Initiative einen Strich durch die Rechnung machen könnte. So geschah es dann auch prompt. Am Morgen des 17. August kamen zwei Mitarbeiter_Innen der Stiftung und fünf Polizist_Innen und stellten ein siebentägiges Ultimatum zum Rückbau der „Halfpipe“. Für einen Fall des Zuwiderhandelns wurde direkt mit nicht näher genannten Schritten gedroht.

Stiftung was…??
Der Bau der „Halfpipe“ fußt nicht auf unserer Initiative, wir unterstützen sie aber eindeutig und fordern die Stiftung und die Stadt Potsdam deutlich dazu auf, die Entwicklung der „Nowawiese“ zuzulassen und zu fördern. Potsdam wächst und braucht Flächen für Freizeitgestaltung. Die „Nowawiese“ könnte das Areal sein, was dazu beiträgt, dass die immer größer werdenden Viertel Babelsberg und Zentrum Ost zusammenwachsen und könnte eben der Ort sein an dem sich Menschen aus beiden Kiezen über die Schnellstraße hinweg treffen, feiern, spielen und Zeit miteinander verbringen könnten. Unsere Erfahrungen mit der SPSG zeigen, dass jede Entwicklung bekämpft und bedrängt wird. Der neue Fußballplatz ist nach den Regeln der SPSG gebaut worden und geht somit in Teilen an den Interessen der Nutzer_Innen vorbei. Um unseren Volleyballplatz wurden in einer Kahlschlagaktion im Februar fast alle Bäume und Büsche gefällt, ohne Rücksprache mit uns zu halten. Der Volleyballplatz ist trotz seiner guten Nutzung fortwährend durch eine Zerstörung bedroht, da er halt „nur“ geduldet wird.

Flächentausch
Ein Flächentausch, nach dem das Datschagrundstück der SPSG zugeschlagen werden soll, steht nach wie vor im Raum. Dies würde das definitive Ende unseres Projektes bedeuten, da wir, so wie wir sind und mit dem was wir machen, allem widersprechen, was die SPSG nach außen vertritt. Wer eine lebendige Stadt will, muss auch lebendige und unkontrollierte Orte zulassen. Dafür stehen wir als Projekt und auch die neue Initiative rund um die „Halfpipe“. Damit brüstet sich die Stadt Potsdam gerne, wenn, wie am Samstag, den 20. August, vermeintlich gemeinsam gegen Nazis demonstriert wird. Die Blöße sich öffentlich zu der Datscha und somit auch zu dem neuen „Halfpipe“-Projekt zu bekennen, geben sich die Politiker_Innen, seit dem nunmehr acht Jahre bestehenden Projekt „La Datscha“, nicht. Ein klares Bekenntnis zur oft zitierten Weltoffenheit und Toleranz, wäre es genau dies zu tun und Initiativen auf der „Nowawiese“ zu zulassen und zu unterstützen. Wenn es einen Grundstückstausch gibt, sollten der SPSG die ihr gehörenden Flächen, entzogen und der Stadtöffentlichkeit übergeben werden. Dass die SPSG keine Kompromisse einzugehen bereit ist, hat sie rund um das Entstehen des Fußballplatz zu genüge bewiesen. Eine endgültige Lösung dieses Konfliktes würde sich nur ergeben, wenn die Stadt Potsdam wieder den Besitz über die Flächen erlangt, oder die Stiftung endlich zu Kompromissen bereit wäre. Letzteres erscheint uns ein allzu naiver Gedanke zu sein…

La Datscha (besetztes Haus mit Havelblick)

Mehr Infos auf: Inforiot

Solidarität im Zwiespalt der Realität(en)

Gedanken der la datscha zur neuen ZAST in Potsdam

Auch wir, das „la datscha“ – Kollektiv, haben uns zusammengesetzt und die ersten Tage in der Heinrich-Mann-Allee 103 für uns ausgewertet und darüber diskutiert. Im Folgenden haben wir versucht unseren Standpunkt zur derzeitigen Situation vor Ort zusammenzufassen und hoffen über einige Punkte mit euch weiterdiskutieren zu können.

Seit Montag letzter Woche wurden auf dem Ministeriumsgelände, in ehemaligen Bürogebäuden, Unterkünfte für Geflüchtete eingerichtet.
Da erst am Sonntagabend klar wurde, dass diese genutzt werden können, wurden innerhalb kürzester Zeit Helfer_innenstrukturen organisiert, um dem schlimmsten Durcheinander entgegenzuwirken und den Geflüchteten eine menschenwürdige Ankunft vorzubereiten. Es wurden die Gebäude grundgereinigt, notdürftig möbliert und Sachspendenstellen eingerichtet. Viele Freiwillige haben mit angepackt und der Spendenaufruf wurde mit großer Resonanz erwidert. Es ist schön zu sehen, wie viele Leute bereit sind, Menschen in Not zu helfen und ihre Freizeit einzubringen, um eben diesen in Not geratenen endlich ein Ankommen möglich zu machen.

Ohne diese Selbstorganisation hätte das peinliche Versagen des Staates ganz andere Ausmaße angenommen. Wie in vielen anderen Städten, hat sich auch das Land Brandenburg fast vollkommen auf diese Helfer_innenstrukturen bei der Bewältigung der Geflüchtetenversorgung verlassen. Wieder einmal haben Freiwillige die defizitäre Flüchtlingspolitik der vergangenen Jahrzehnte kompensiert und für diesen Einsatz haben sie unsere größte Solidarität und Anerkennung!
Ganz andere Bilder konnte mensch Anfang der Neunziger miterleben, wo Geflüchtete viel weniger Unterstützung und Solidarität erfahren haben , Helfer_innen sehr alleine waren und oft nicht im Ansatz das Gefühl hatten, mit dem, was sie taten auch nur annährend die Meinung einer Mehrheit zu vertreten. Das ist heute zum Glück anders!
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Impressionen vom Frühlingsfest

Fotos anschauen

9. Mai sei dabei! Frühlingsfest




LA DATSCHA und SV CONCORDIA NOWAWES laden zum alljährlichen FRÜHLINGSFEST am 9. MAI 2015.
Das Programm: Ab 15 Uhr Fussballtunier, Kaffee und Kuchen, unplugged Musike, Spiel und Spass für jung bis alt. 20 Uhr „Verdrängung hat viele Gesichter“ Dokumentarfilm [Berlin/2014]. Anschliessend Diskussion mit einer der FilmemacherInnen. Über den Film. Ab 22 Uhr Hör- und Tanzvergnügen zu gepflegten Pünkrock und Musik aus der Konserve.

Bands: Bier Iki Ütsch (Pdm)---Hörprobe
OnOnOn (Berlin)----Hörprobe
BugAttack (Rendsburg)---Hörprobe und zum Gucken

Der Ort: NOWAWIESE und LA DATSCHA. Am Babelsberger Park 15.

Spontandemo für die datscha

Mit einer kraftvollen und unangemeldeten Demonstration zogen am Abend des 30. April rund 70 Menschen durch Potsdam Babelsberg. Demonstriert wurde für den Erhalt des autonomen Kulturzentrums „la datscha, das im Herbst 2008 besetzt wurde und heute das letzte Projekt ohne Miet- oder Pachtvertrag in Potsdam ist. Das ehemalige Fährhaus an der Havel stellt seit der Besetzung nicht nur einen einmaligen Freiraum für eine Vielzahl von Menschen dar, sondern ist auch durch seine Lage, direkt an der Havel neben dem Babelsberger Park, ein Dorn im Auge der Stadt und der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten (SPSG). Auch wenn es in den vergangenen Jahren tatsächlich nie einen ernsthaften Räumungsversuch gab, so wurde aber seitens der Stadt und der SPSG immer wieder der Versuch unternommen über die Hintertür die Existenz und den Betrieb der datscha zu behindern und einzuschränken. Mehr Hintergrundinformationen in dem Flugblatt, das auf der Demo verteilt wurde.
Die Demo startete am Park Babelsberg und konnte ungehindert eine große Runde durch den Babelsberger Kiez drehen. Die sichtlich überforderten Einsatzkräfte der Polizei begleiteten zuerst nur den Demozug, meinten dann aber zum Ende der Veranstaltung rabiat durchgreifen zu müssen und versuchten einige TeilnehmerInnen festzunehmen, was ihnen aber nicht gelang. Sie stellten im Anschluss einige Personalien von PassantInnen fest. Ein Vertreter der Presse wurde allerdings angegriffen, als die Polizei versuchte ihm seine Kamera zu entreißen.

Bericht in der PNN

Niemand hat die Absicht eine Fläche zu tauschen…



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Hallo an alle Interessierten,

Ihr kennt sie wahrscheinlich, fahrt oder lauft an ihr vorbei oder seid vor einer Weile noch mit dem Fahrrad darüber gefahren, als es die Schnellstraßenauffahrt im Zentrum Ost noch gab. Vielleicht habt ihr auch schon einmal hier Fußball gespielt, gegrillt oder getanzt. Gemeint ist die Grünfläche zwischen dem Babelsberger Park und der Schnellstraße, die selbst benannte Nowawiese – ein Ort, an dem sich die Bewohner_innen der Stadt genommen haben, was sie brauchten.
Zuerst entstand ein Hundeauslaufplatz, vor über sechs Jahren wurde die „la datscha“ besetzt und realisiert seitdem selbstverwaltet diverse Projekte und Veranstaltungen. Es wurde ein Beachvolleyballplatz geschaffen, welcher von unterschiedlichsten Gruppen genutzt wird. Ein kleiner Strand entstand direkt an der Havel. Der Kinder- und Jugendfußballverein „Concordia Nowawes 06“ besetzte aus Mangel an Sportplätzen vor 5 Jahren einen Teil der Wiese als Bolzplatz. 2011 gab es außerdem einen Ideenworkshop, in welchem Nutzer_innen und Interessierte gemeinsam verschiedene Varianten zur Gestaltung der Nowawiese für Sport und Erholung diskutierten und herausarbeiteten.

Vielleicht habt ihr auch schon die schwarz-weißen Plakate gesehen, die darauf hinweisen, dass die Stadt Potsdam den Plan hat das Grundstück, auf dem sich die datscha befindet, wort- und bedingungslos an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) abzugeben. Hintergrund des Ganzen ist eine scheinbar ewig währende Diskussion zwischen Stadt und eben jener Stiftung um die Eigentumsrechte der Flächen zwischen Babelsberger Park und der Schnellstraße – der Nowawiese. Aber nicht nur uns betrifft dieser Plan, sondern auch “Concordia Nowawes 06”, der nach langen Diskussionen, Vorschlägen bei Bürgerhaushalten, dem illegalen Errichten eines Bolzplatzes und einigen Kinderdemonstrationen vor dem Rathaus, erreicht hat, dass auf diesem Grünstreifen ein Fußballplatz neu gebaut werden soll. Erklärte Gegnerin dieses Projektes und eigentlich aller Projekte, die vom preußischen Einerlei abweichen und sich zu nah an ihr Hoheitsgebiet heranwagen, war von Beginn an die SPSG. Im Raum steht nun ein Flächentausch.

Wer kommt eigentlich auf solche Ideen? Das fragen wir uns auch!

Bezug nimmt die Stadtverwaltung auf einen Kompromiss, der im Zusammenhang mit dem Neubau des erwähnten Fußballplatzes geschlossen worden ist. Um die Diskussion zu beenden, wurde als letzte Instanz die Kultusministerin des Landes Brandenburg, Sabine Kunst, um Ministerbescheid gebeten. Diese hat sich dann zwar für den Bau des Sportplatzes ausgesprochen, sich aber in ihrer Doppelrolle als Vorsitzende des Stiftungsrates der SPSG auch noch gleich ein dickes Geschenk gemacht. Der als Kompromiss verkaufte Flächentausch besagt, dass der Fussballplatz nur dann gebaut werden dürfe, wenn im Gegenzug die gesamte Restfläche in den Besitz der Stiftung übergehe. Das ist schon etwas eigenartig, wenn die Entscheidungsinstenz aus dem Vorstand einer der Streitparteien kommt. Da wurde der ministeriale Bock wohl zum Gärtner gemacht.
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MITSTIMMEN! Nowawiese nicht an die Schlösserstiftung übergeben

Bis zum 9. November können alle PotsdamerInnen über den Bürgerhaushalt 2015/16 abstimmen.

Der Kinderfussballverein Concordia Nowawes hat den Vorschlag „Nowawiese nicht an die Schlösserstiftung übergeben“ eingebracht:

Die Stadt Potsdam soll die Grundstücke auf dem Vorplatz des Babelsberger Parkes nicht an die Schlösserstiftung übergeben. Stattdessen sollte der gesamte Grünstreifen zwischen Nutheschnellstraße und Park Babelsberg an den Verein SV Concordia Nowawes verkauft oder verpachtet werden. Durch eine Übergabe an einen gemeinnützigen Kinderfußballverein kann eine Freizeitnutzung für Sport und Erholung sicherstellen. Die Fläche sollte zur Nutzung für den Freizeitsport erhalten und behutsam entwickelt werden. Eine Verpachtung oder ein Verkauf würde zusätzliche Finanzmittel in die Stadtkasse bringen.

Abstimmen kann mensch schnell und unkompliziert im Internet:
Für die Nowawiese abstimmen
Überblick über die Votierungen

Warum ruft die datscha zur Abstimmung auf?

Noch immer gibt es Gerüchte über einen möglichen Grundstücktausch zwischen Stiftung und Stadt, bei dem auch das Grundstück, auf dem die datscha steht, eine Rolle spielt. Ginge es nach dem Willen der Schlösserstiftung wäre das datscha-Grundstück ein Ausgleich für eine an anderer Stelle an die Stadt abgetretene Fläche. Da die Stiftung nicht gerade ein Fan von selbstverwalteter, bunter Kultur ist, stellt ein solcher Kuhhandel in der Konsequenz in jedem Fall eine Bedrohnung für die Existenz der datscha dar!
Der Vorschlag von Concordia Nowawes ist von daher ein Vorschlag in die richtige Richtung: Die Sicherstellung der Flächen zwischen Nutheschnellstraße und Babelsberger Park als öffentliche und zugängliche Freizeit- und Erholungsflächen durch einen gemeinnützigen Verein, anstatt nochmehr exklusiver Weltkulturerbeflächen in Stiftungshand.

Also gebt der datscha (indirekt) und Concordia Nowawes (direkt) eure Stimme!

Die Torte essen wir dieses Jahr allein

Morgen, Freitag den 26.09.2014, jährt sich die Besetzung der datscha zum 6. Mal!

Wer sich nun fragt, wann und wie der diesjährige Geburtstag amtlich gefeiert wird, der/die muss enttäuscht werden. Denn das datscha-Kollektiv hat aus verschiedenen Gründen beschloßen, dieses Jahr die Torte allein zu essen (ätsch) und entspannt etwas für sich zu tun, anstatt einmal mehr eine Party zu organisieren und das geneigte Publikum zu bespaßen. Die ein oder andere schöne Veranstaltung wartet dennoch in den nächsten Wochen auf euch. Oder ihr schaut mal wieder zur Vokü vorbei (gerne auch als Koch/Köchin und nicht nur als Esser/innen) oder ihr organisiert etwas eigenes.

Im Geiste stoßen wir natürlich trotzdem mit allen an, die seit Jahren dem Bungalow der Herzen gewogen sind! Also hoch die Tassen und Prost! Miete verweigern! Kündigung ins Klo! Häuser besetzen sowieso! Und immer schön unbequem bleiben!

Verjüngungs- und Schönheitskur für den Bungalow der Herzen

Vielleicht denkt ihr: ist ja nüscht mehr los an der Havel, in der datscha. Weit gefehlt! Seit Mitte August bekommt unser Häuschen ein nagelneues Dach für den Vorbau, eine Verjüngungskur des Hauptdaches und eimerweise neuen Anstrich. Ein paar Impressionen unserer Baustelle gibts hier.

ReudichRad macht kurz Pause

Liebe Fahrradverrückten, liebe Freunde,

die Fahrradwerkstatt wird die nächsten 2 Wochen für euch nicht zur Verfügung stehen.
Ein kleines Projekt verhindert die Hilfe zur Selbsthilfe.

Ab September dann wieder schrauben, flicken, ölen!




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: