SquatsAndFriends

[13.07.2017] Fachhochschule besetzt!



Wer es noch nicht mitbekommen hat, heute am frühen Nachmittag wurde das zum Abriß freigegebene Gebäude der Fachhochschule Potsdam besetzt.

Die BesetzerInnen schreiben: „Wir haben das Fachhochschulgebäude am Alten Markt besetzt, weil wir diese Ressource als großen gemeinschaftlich nutzbaren Freiraum erhalten und allen Menschen in Potsdam frei zugänglich machen möchten.

Unsere Absicht ist nicht, den laufenden Betrieb noch den Auszug der Fachhochschule zu stören. Unser Anliegen ist es, das Gebäude zu erhalten, deswegen werden wir Beschädigungen weder vornehmen noch dulden. Wir bitten Sie daher, die ungenutzten Räume zu öffnen oder uns Schlüssel zur Verfügung zu stellen. Wir werden die von uns genutzten Räume allerdings nicht mehr freiwillig aufgeben. […]“ weiter lesen

Informiert euch! Website / Twitter
und kommt vorbei und unterstützt die Besetzung! Wie? Infos hier

Stadtmitte für alle!
Fachhochschule statt preussisch Disneyland!

[GR] Das beste Hotel Europas & You cant evict a movment

Die „Flüchtlingskrise“ von 2015 gilt aus deutscher Perspektive als „bewältigt“. Dafür haben etliche Staaten Europas ihre Grenzen dicht gemacht, Zäune und Mauern hochgezogen und die Passontrolle wieder eingeführt. Das heisst in der Konsequenz, der humanitäre Korridor, die Balkanroute ist dicht. Die andere Seite der „Krisenbewältigung“ heisst: in Griechenland sind derzeit 50.000 bis 80.000 Menschen in militärisch geführten Auffanglagern gestrandet, ohne Perspektive, ohne soziale Sicherungen und oft ohne Schul- und Bildungschancen für die Kinder.
Aber es gibt in Griechenland auch Orte, die der gewaltsamen EU-Grenz- und Asylpolitik mit Pragmatismus und gelebter Solidarität entgegen treten und den ankommenden Menschen eine Perspektive eröffnen. Diese Projekte brauchen unsere Unterstützung!





Kein Pool, keine Minibar, kein Roomservice und trotzdem
DAS BESTE HOTEL EUROPAS

Das City Plaza ist ein Hotel im Herzen von Athen. Es war ein Symbol der griechischen Krise. Jahrelang war es geschlossen. Heute ist das City Plaza wieder geöffnet und voll belegt. Die neuen Gäste kommen von überall her. Aus Syrien, dem Irak, Pakistan, Iran oder Afghanistan. Die Menschen im Hotel kamen mit nichts und bezahlen nichts. Sie alle sind geflüchtet und viele gehören zu jenen 50.000 Verzweifelten, die derzeit in Griechenland im Nirgendwo und in Elendslagern ausharren, weil das Europa der Zäune sie ausgesperrt hat.

Mehr Infos
Unterstützt das Hotel! Spenden
What is City Plaza?
Support the City Plaza Refugee Accommodation and Solidarity Center in Athens, Greece



Grenzenlose Solidarität mit den (migrantischen) Häuserkämpfen in Griechenland und überall

“You can`t evict Solidarity” ist eine Anti-Repressions-Kampagne zur Unterstützung der Betroffenen der Räumungen von Solidaritäts-Hausbesetzungen in Griechenland und bei anschließenden Protest-Aktionen im Juli/August 2016.

Mehr Infos zur Kampagne

[Flensburg] Räumung der Luftschlossfabrik mit Polizeigroßaufgebot

Workshops, Vorträge, Indoorflohmarkt, Partys – an kultureller Vielfalt mangelte es in der Luftschlossfabrik nicht. Kultur statt Industrie. Eigentlich sollten auf dem Gelände am Harniskai 1-3 in Flensburg Luftboote entstehen. Doch die Firma „Highship Industries Ltd.“ entpuppt sich als Scheinfirma. Aber anstatt dem sinnlosen Verfall zuzuschauen, engagiert sich eine junge Gruppe von Flensburgern, versucht das Gelände sinnvoll zu nutzen und kreiert eine besondere Art Freiraum. Dafür besetzten sie das Gelände im August 2013.
Heute, am 03. Februar 2015 wurde das Projekt mit einem Großaufgebot der Polizei geräumt. Artikel dazu

Mehr Hintergründe, Infos und Filme zum Projekt und Räumung auf Luftschlossfabrik-Flensburg.de

[Halle/Saale] Erfolgreiche Hausbesetzung



Am 5. Januar wurde in der Hafenstraße 7 in Halle/Saale von der Initaitive „Wir brauchen Platz“ ein leerstehendes Haus besetzt. Die BesetzerInnen schreiben u.a. zu ihrer Aktion: „Die hohe Leerstandsquote in Halle sehen wir nicht als Problem, sondern als Chance. (…) Während die Hallische Wohnungsgesellschaft HWG den Rückbau verwaltet, um den Markt zu verknappen und entsprechend mieten zu kassieren, stellen wir uns gegen diese Verwertungspolitik. Leerstehende Gebäude werden als Investitions- und Spekulationsobjekte genutzt, gleichzeitig fehlt es an gemeinschaftlich genutzten, selbstverwalteten Räumen.“ Weiter sagen sie: „In einer Zeit, in der viele staatliche Aufgaben zum Großteil von selbstorganisierten Initiativen übernommen werden, kann es nicht möglich sein, dass die notwendige Infrastruktur nicht zur Verfügung gestellt wird.“

Zu einer Räumung kam es bisher nicht. Seit einigen Tagen verhandeln beide Seiten, Stadt und BesetzerInnen, über einen möglichen Nutzungsvertrag.

Mehr Infos: wirbrauchenplatz / auf Facebook

Nachgehört: Interview zur Besetzung auf Lokalradiocorax
Sondersendung zur Hausbesetzung und zur Geschichte der Bewegung auf freie radios.net

La datscha gratuliert zur erfolgereichen Besetzung! und wünscht den BesetzerInnen gutes Gelingen! Solidarische Grüße von der Havel an die Saale!
Die Häuser denen, die sie brauchen!

Stadt für Alle!

Am Sonnabend sind 1200 Menschen auf der Straße gewesen für Wohnraum für uns alle – egal, wo wir herkommen und welchen Aufenthaltsstatus wir haben, egal, wie wenig Geld wir in der Tasche haben. Schon am Dienstag vor unserer großen bunten Demo sah sich die Pro Potsdam genötigt, 500 neue Sozialwohnungen in den nächsten fünf oder mehr Jahren anzukündigen. Das ist natürlich nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, aber es zeigt, was wir bewirken können; dass unser Protest wichtig ist und wir noch lauter werden müssen.
Wir brauchen eure Ideen und eure Power!

Redet mit euren FreundInnen und Bekannten über die Forderungen unserer Stadt-für-Alle-Demo!
Kommt zu unserem Perspektivtreffen im Madia! Dort werden wir uns über weitere Schritte austauschen.
Die Stadt gehört uns und wir machen hier die Politik! Nicht die Sesselpupser im Rathaus und im barocken Stadtschloss!
mehr Infos
Perspektivtreffen
Montag, 29. Juni, 18 Uhr
Madia, Lindenstraße 47

Spontandemo für die datscha

Mit einer kraftvollen und unangemeldeten Demonstration zogen am Abend des 30. April rund 70 Menschen durch Potsdam Babelsberg. Demonstriert wurde für den Erhalt des autonomen Kulturzentrums „la datscha, das im Herbst 2008 besetzt wurde und heute das letzte Projekt ohne Miet- oder Pachtvertrag in Potsdam ist. Das ehemalige Fährhaus an der Havel stellt seit der Besetzung nicht nur einen einmaligen Freiraum für eine Vielzahl von Menschen dar, sondern ist auch durch seine Lage, direkt an der Havel neben dem Babelsberger Park, ein Dorn im Auge der Stadt und der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten (SPSG). Auch wenn es in den vergangenen Jahren tatsächlich nie einen ernsthaften Räumungsversuch gab, so wurde aber seitens der Stadt und der SPSG immer wieder der Versuch unternommen über die Hintertür die Existenz und den Betrieb der datscha zu behindern und einzuschränken. Mehr Hintergrundinformationen in dem Flugblatt, das auf der Demo verteilt wurde.
Die Demo startete am Park Babelsberg und konnte ungehindert eine große Runde durch den Babelsberger Kiez drehen. Die sichtlich überforderten Einsatzkräfte der Polizei begleiteten zuerst nur den Demozug, meinten dann aber zum Ende der Veranstaltung rabiat durchgreifen zu müssen und versuchten einige TeilnehmerInnen festzunehmen, was ihnen aber nicht gelang. Sie stellten im Anschluss einige Personalien von PassantInnen fest. Ein Vertreter der Presse wurde allerdings angegriffen, als die Polizei versuchte ihm seine Kamera zu entreißen.

Bericht in der PNN

[Bitterfeld] Brandanschlag auf Alternatives Kulturwerk – Erneute Eskalation rechter Gewalt




Eine Chronologie des Alternatives Kulturwerk Bitterfeld

In der Nacht vom 17. auf den 18.04.15 ereignete sich ein Brandanschlag auf das Alternative Kulturwerk (AKW) Bitterfeld. Kurz nach 0 Uhr wurden zwei Brandsätze über die Außenzäune des Geländes auf das Dach eines Wohnwagens geworfen. Die Flammen brannten sich durch das Dach des Wagens. Nur die Tatsache, dass sich zu dieser Zeit niemand im Wagen befand, verhinderte Schlimmeres. Dies ist der bisherige Höhepunkt der aktuellen Welle rechter Gewalt in Bitterfeld.

Am 20.03.15 ereigneten sich zwei Angriffe im Innenstadtbereich von Bitterfeld. So drangen gegen 21:25 Uhr sechs vermummte Personen gewaltsam in eine Wohnung ein. Dabei traten und schlugen sie auf den Wohnungsinhaber und dessen Freundin ein. Des Weiteren drohten sie dem Wohnungsinhaber:„…Scheiß Dreckszecke, lass dich nicht mehr auf der Straße blicken, sonst bist du tot…“.
Direkt im Anschluss versuchten sie mit den Worten „…da ist noch eine Dreckszecke…“, in die Wohnung eines Zeugen auf der gegenüberliegenden Straßenseite einzudringen.
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[DD] Zwangsräumnung des Freiraum Elbtal

Vergangene Woche wurde in Dresden das langjährige Kultur-, Kunst-, Wagen- und Wohnprojekt Freiraum Elbtal zwangsgeräumt. Die Räumnung zeichnete sich bereits seit einem Jahr ab. Die Stadt Dresden sah allerdings keinen Handlungsbedarf trotz der drohenden Räumung mit den Menschen des Projekts über eine Alternative zu verhandeln. So wurde nach langem Ringen der BewohnerInnen und NutzerInnen des Freiraum Elbtals das gesamte Gelände geräumt, alle festen Bauten wurden am selben Tag eingerissen. Auf dem Gelände ist der Bau von Luxuswohnungen mit Elbblick geplant. Die geräumten Menschen suchen nun nach Möglichkeiten für einen neuen gemeinsamen Platz. Diese Suche aber gestaltet sich in Dresden immer schwieriger.

Über das Projekt freiraumelbtal
Die Kampagne freiraum-elbtal-bleibt
Über die Räumung auf Facebook
Presse über die Räumung
IG freiraum.fueralle

Chronik neonazistischer und menschenverachtender Aktivitäten 2014

Pressemitteilung des Antifaschistische Pressearchiv Potsdam

Am 24. Januar 2015 wird das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam (APAP) die Chronik neonazistischer und menschenverachtender Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für das Jahr 2014 veröffentlichen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im “Spartacus” um 19:30 Uhr wird die Chronik vorgestellt und über neonazistische und menschenverachtende Strukturen und Aktivitäten in Potsdam aufgeklärt. Danach findet eine Party statt, deren Einnahmen die anfallenden Kosten für antifaschistische und antirassistische Politik decken sollen.

Die vorliegende Chronik ist in diesem Jahr zusätzlich mit „menschenverachtend“ überschrieben. Rassistische, sexistische sowie diskriminierende Aus- und Vorfälle sind nun unter dem Begriff „menschenverachtend“ zusammengefasst. Dabei orientieren wir uns mit unserer Arbeit am Konzept der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Die Chronikeinträge sind demnach mitunter thematisch breiter als zuvor, was unter anderem damit zusammenhängt, dass nicht ausschließlich Umtriebe einer bestimmten Gruppe von Menschen (z.B. organisierte Neonazis) abgebildet werden sollen, sondern generell Aktivitäten, die diskriminierende und menschenverachtende Haltungen zum Ausdruck bringen. Im vergangenen Jahr zeigte sich besonders plastisch, durch Veranstaltungen wie Montagsdemonstrationen und dem Phänomen PEGIDA, wie anschlussfähig menschenverachtende Positionen gesamtgesellschaftlich verankert sind.
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Niemand hat die Absicht eine Fläche zu tauschen…



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Hallo an alle Interessierten,

Ihr kennt sie wahrscheinlich, fahrt oder lauft an ihr vorbei oder seid vor einer Weile noch mit dem Fahrrad darüber gefahren, als es die Schnellstraßenauffahrt im Zentrum Ost noch gab. Vielleicht habt ihr auch schon einmal hier Fußball gespielt, gegrillt oder getanzt. Gemeint ist die Grünfläche zwischen dem Babelsberger Park und der Schnellstraße, die selbst benannte Nowawiese – ein Ort, an dem sich die Bewohner_innen der Stadt genommen haben, was sie brauchten.
Zuerst entstand ein Hundeauslaufplatz, vor über sechs Jahren wurde die „la datscha“ besetzt und realisiert seitdem selbstverwaltet diverse Projekte und Veranstaltungen. Es wurde ein Beachvolleyballplatz geschaffen, welcher von unterschiedlichsten Gruppen genutzt wird. Ein kleiner Strand entstand direkt an der Havel. Der Kinder- und Jugendfußballverein „Concordia Nowawes 06“ besetzte aus Mangel an Sportplätzen vor 5 Jahren einen Teil der Wiese als Bolzplatz. 2011 gab es außerdem einen Ideenworkshop, in welchem Nutzer_innen und Interessierte gemeinsam verschiedene Varianten zur Gestaltung der Nowawiese für Sport und Erholung diskutierten und herausarbeiteten.

Vielleicht habt ihr auch schon die schwarz-weißen Plakate gesehen, die darauf hinweisen, dass die Stadt Potsdam den Plan hat das Grundstück, auf dem sich die datscha befindet, wort- und bedingungslos an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) abzugeben. Hintergrund des Ganzen ist eine scheinbar ewig währende Diskussion zwischen Stadt und eben jener Stiftung um die Eigentumsrechte der Flächen zwischen Babelsberger Park und der Schnellstraße – der Nowawiese. Aber nicht nur uns betrifft dieser Plan, sondern auch “Concordia Nowawes 06”, der nach langen Diskussionen, Vorschlägen bei Bürgerhaushalten, dem illegalen Errichten eines Bolzplatzes und einigen Kinderdemonstrationen vor dem Rathaus, erreicht hat, dass auf diesem Grünstreifen ein Fußballplatz neu gebaut werden soll. Erklärte Gegnerin dieses Projektes und eigentlich aller Projekte, die vom preußischen Einerlei abweichen und sich zu nah an ihr Hoheitsgebiet heranwagen, war von Beginn an die SPSG. Im Raum steht nun ein Flächentausch.

Wer kommt eigentlich auf solche Ideen? Das fragen wir uns auch!

Bezug nimmt die Stadtverwaltung auf einen Kompromiss, der im Zusammenhang mit dem Neubau des erwähnten Fußballplatzes geschlossen worden ist. Um die Diskussion zu beenden, wurde als letzte Instanz die Kultusministerin des Landes Brandenburg, Sabine Kunst, um Ministerbescheid gebeten. Diese hat sich dann zwar für den Bau des Sportplatzes ausgesprochen, sich aber in ihrer Doppelrolle als Vorsitzende des Stiftungsrates der SPSG auch noch gleich ein dickes Geschenk gemacht. Der als Kompromiss verkaufte Flächentausch besagt, dass der Fussballplatz nur dann gebaut werden dürfe, wenn im Gegenzug die gesamte Restfläche in den Besitz der Stiftung übergehe. Das ist schon etwas eigenartig, wenn die Entscheidungsinstenz aus dem Vorstand einer der Streitparteien kommt. Da wurde der ministeriale Bock wohl zum Gärtner gemacht.
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