Archiv Seite 2

[GR] Das beste Hotel Europas & You cant evict a movment

Die „Flüchtlingskrise“ von 2015 gilt aus deutscher Perspektive als „bewältigt“. Dafür haben etliche Staaten Europas ihre Grenzen dicht gemacht, Zäune und Mauern hochgezogen und die Passontrolle wieder eingeführt. Das heisst in der Konsequenz, der humanitäre Korridor, die Balkanroute ist dicht. Die andere Seite der „Krisenbewältigung“ heisst: in Griechenland sind derzeit 50.000 bis 80.000 Menschen in militärisch geführten Auffanglagern gestrandet, ohne Perspektive, ohne soziale Sicherungen und oft ohne Schul- und Bildungschancen für die Kinder.
Aber es gibt in Griechenland auch Orte, die der gewaltsamen EU-Grenz- und Asylpolitik mit Pragmatismus und gelebter Solidarität entgegen treten und den ankommenden Menschen eine Perspektive eröffnen. Diese Projekte brauchen unsere Unterstützung!





Kein Pool, keine Minibar, kein Roomservice und trotzdem
DAS BESTE HOTEL EUROPAS

Das City Plaza ist ein Hotel im Herzen von Athen. Es war ein Symbol der griechischen Krise. Jahrelang war es geschlossen. Heute ist das City Plaza wieder geöffnet und voll belegt. Die neuen Gäste kommen von überall her. Aus Syrien, dem Irak, Pakistan, Iran oder Afghanistan. Die Menschen im Hotel kamen mit nichts und bezahlen nichts. Sie alle sind geflüchtet und viele gehören zu jenen 50.000 Verzweifelten, die derzeit in Griechenland im Nirgendwo und in Elendslagern ausharren, weil das Europa der Zäune sie ausgesperrt hat.

Mehr Infos
Unterstützt das Hotel! Spenden
What is City Plaza?
Support the City Plaza Refugee Accommodation and Solidarity Center in Athens, Greece



Grenzenlose Solidarität mit den (migrantischen) Häuserkämpfen in Griechenland und überall

“You can`t evict Solidarity” ist eine Anti-Repressions-Kampagne zur Unterstützung der Betroffenen der Räumungen von Solidaritäts-Hausbesetzungen in Griechenland und bei anschließenden Protest-Aktionen im Juli/August 2016.

Mehr Infos zur Kampagne

in eigener Sache..

Heute vor acht Jahren, am 26.09.2008, wurde das leerstehende Haus am Babelsberger Park 15 besetzt. Seitdem nennen wir es la Datscha, liebevoll auch datscha, datsche oder Kleingarten. Besetzt ist das Häuschen immernoch, Konflikte um Strom und Wasser wurden durch Kompromisse runtergekocht, einen Vertrag gibt es aber nicht, es will ihn auch niemand. Wir nicht und die anderen wohl auch nicht… Die Grünfläche hinterm Häuschen heißt inzwischen ganz offiziell Nowawiese, ersponnen auf einem der gemeinsamen Frühlingsfeste der Datscha und Concordia Nowawes. Andere hätte wahrscheinlich ein paar zehntausend ausgegeben für diese Innovation. Das Haus ist um einiges ansehnlicher geworden seit seiner Besetzung, mehr Farbe, mehr Heizung, weniger Loch im Dach und nicht mehr leer vor allem.



Wir machen überall mit, wo es um eine bessere Welt geht und die Datscha stellt sich gerne allen zur Verfügung, die eine Idee haben, um Potsdam kulturell zu bereichern oder die Weltrevolution ein Stück voranzubringen, oft auch alles auf einmal. Das Projekt Datscha zeigt, dass es manchmal besser ist einfach zu machen, anstatt zu bitten. Ohne Besetzung, gäbe es uns nicht, das Haus wäre weg und an seiner Stelle ein Parkplatz. Wir hätten nicht mit anderen Für den Erhalt des Archivs, der Uhlandstraße und vieler anderer Projekte gekämpft, nicht jahrelang die Stiftung Preussische Schlößer und Gärten geärgert und nicht einen Ort geschaffen, der inzwischen von sehr vielen als etwas ganz normales gesehen wird. In diesem Sinne --- Hoch die Tassen und auf die nächsten acht Jahre.
Viva la Datscha

Verteidigt die zad – ein Aufruf zur internationalen Solidarität

Seit Jahrzehnten wehren sich Menschen in der Region Nantes in Frankreich gegen den Versuch dort einen Flughafen zu bauen. In den letzten Jahren haben viele Menschen schon leergezogenen oder geräumte Häuser besetzt, Baumhäuser und Hütten errichtet und kämpfen mit übriggebliebenen „UreinwohnerInnen“ nicht nur gegen das Projekt, sondern inzwischen auch um ein riesiges alternatives und zum größten Teil besetztes Projekt. Nun sind Gerüchte aufgekommen, dass die französische Regierung, nach einem gescheiterten Räumungsversuch der sogenannten „Operation Cesar“ im Herbst 2012, erneut einen Angriff starten will. Hotels in der Gegend sind für Bullen reserviert, es gibt Urlaubssperren usw. mehr dazu hier und hier.



Die zad (zone a défendr-zu verteidigende Zone) wird sich wehren und braucht unsere Unterstützung, sei es Öffentlichkeit, Teilnahme an Aktionen oder andere Dinge. Für den 8.10. ruft die zad zu einer Demonstration nach Notre-dames-des-landes auf. Hier noch ein Bericht auf französisch.
Keine Räumung nirgendwo--Wir bleiben alle!

INTERNATIONAL CALL FOR SOLIDARITY / FreeTheRoszke11


Hungarian Riot cops on the border in Horgos/Röszke, September 2015

Internationale Solidaritätskampagne für die Angeklagten im „Röszke-Prozess“!

Let our solidarity be stronger than the borders and prisons! After almost a year of isolation, 4 of the accused arrested on the 16th of September 2015 are still in prison.
Unsere Solidarität ist stärker als Grenzen und Gefängnisse! Nach fast einem Jahr Isolation sind vier der Angeklagten, die am 16. September 2015 festgenommen wurden, immer noch in Haft.

Hintergründe

Anfang Juli wurden zehn der Beschuldigten im Rözske-Verfahren, die letztes Jahr im September am Grenzübergang Röszke/Horgos festgenommen wurden, vom Gericht in Szeged/ Ungarn wegen “illegalem Grenzübertritt” und “Teilnahme an einem Massenprotest” für schuldig befunden. Eine Person, Ahmed H., der wegen “Terrorismus” angeklagt wird, wartet immer noch auf seinen nächsten Gerichtstermin am 23. September. Ihm drohnt eine Strafe von bis zu 20 Jahren! Der Röszke-Prozess muss als Reaktion auf die Migrationsbewegungen entlang der Balkanroute und als Abschreckungsmaßnahme Schutzsuchender verstanden werden. Sie stellt eine der drastischsten Kriminalisierungen und Illegalisierung von Geflüchteten und ihrer Flucht in diesem Kontext dar.

Im September 2015 wurde die ungarische Grenze zu Serbien gewaltvoll geschlossen und von einem Tag auf den anderen wurde es – nach dem Strafgesetz – illegal, die Grenze zu überqueren. Der Zaun, der bis jetzt das Recht auf Bewegungsfreiheit und Asyl grob verletzt, wurde errichtet. Während die Regierung am Tag zuvor noch selbst Menschen in Bussen nach Österreich transportierte, setzte die Polizei am 16. September Tränengas und Wasserwerfer gegen die Menschen ein, die ebenfalls die Grenzen überqueren wollten. Aus dem Protest heraus verhafteten sie willkürlich die elf Beschuldigten unter den Leuten, die nicht schnell genug dem Angriff der Anti-Terror-Einheit der Polizei entkommen konnten. Unter ihnen sind sehr junge und sehr alte Menschen, kranke Personen und eine Person im Rollstuhl.
[weiterlesen]

Video about the trail
Video about the clash on the border in Septmber 2015
Report about the Balkanroute and the clash in Horgos

SOLIDARITY DEMOS

BUDAPEST 22th of September
More infos

SZEGED 23th of September (in front of the court, during the trial against Ahmed H. )
more Infos

Join the campaign/Kampagne unterstützen

We invite everybody, individuals and collectives, to join and support this campaign in all possible ways. Spread information, monitor the trial, make graphics, posters, stickers and videos, organize solidarity actions and join the two demonstrations in September!
Wir laden alle ein, egal ob als Einzelperson oder Kollektiv, die Kampagne zu begleiten und zu unterstützen. Verbreitete die Infos, beobachtet den Prozess, veröffentlicht Plakate, Sticker und Videos, organisiert Soli-Aktionen und kommt zu den Demonstrationen im September!

Let’s unite and fight the repression of borders and states!

FREE THE RÖSZKE ELEVEN! Freiheit für die Röszke 11!
Freedom for Ahmed H., Yamen A., Kamel J. and Farouk A.!

More Infos about the campaign/mehr Infos: freetheroszke11
More pictures for the campaign/ Facebook

Reformation 2.0: Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche!

Reformation 2.0:
Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche!
Für die Trennung von Staat und Kirche!

Sonntags, 11.09.2016 / 9:00 Uhr / Garnisonkirchenbrache (Breite Straße)



Kommt als Bauernmob in Arbeitskluft (kann auch modern sein) passend zu den Revolten während der Reformation!

Welchen wichtigen Anlass gibt es am diesjährigen 11. September? Etwa den 15. Jahrestag des Attentats auf das World Trade Center in New York? Nein! Für unsere Garnisonkirchenfreund*innen findet an diesem denkwürdigen Datum etwas viel „Bedeutenderes“ statt: Ein Fernsehgottesdienst in der Nähe der Garnisonkirchenbrache (im IHK-Gebäude gegenüber), live ausgestrahlt im ZDF, in dem das Zuschauerpublikum auf das nach nationaler Bedeutung hechelnde Garnisonkirchenprojekt eingestimmt werden soll.

Wie und warum es dazu gekommen ist, an diesem besonderen Jahrestag einen Fernsehgottesdienst mit Bezug auf die ehemalige Garnisonkirche zu veranstalten, wissen eventuell Marlehn Thieme, Mitglied des EKD-Rates, Garnisonkircheunterstützerin und Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates und ihr guter Bekannter Wolfgang Huber, Vorsitzender der Garnisonkirchenstiftung, der im Fernsehgottesdienst seine weisen Worte an das ZDF-Publikum wenden wird – und sicher jeden unpassenden Vergleich zwischen Garnisonkirche und World Trade Center vermeiden wird…

Wir wollen gegen die unangemessene Fernsehwerbeveranstaltung für die Garnisonkirche vor Ort protestieren.

Deshalb rufen wir zur erneuten Reformation auf und haben drei „Thesen“:
– Kein öffentliches Geld für die Garnisonkirche
– Trennung von Staat und Kirche
– Gegen die Dekadenz der Kirchenelite

Wir rufen euch, als Potsdamer „Bauernschaft“, auf: Zeigt der prunksüchtigen Kirchenleitung, wo eure Mistgabeln hängen! Kommt sonntags im Agrararbeitsoutfit – ganz im Sinne der Bauernaufstände zu Zeiten der Reformation. Denn wie jede*r gute Protestant*in weiß, waren die Finanzschwierigkeiten eines großen Kirchenbauprojektes, des Peterdoms, der zentrale Auslöser der damaligen Reformation. Der Petersdom sollte mittels der Verschärfung des Ablasshandels finanziert werden, weshalb für die arme Bevölkerung das Fass der Feudalgesellschaft zum Überlaufen voll war.

Quelle: Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonskirsche
Mehr Infos: http://www.ohne-garnisonkirche.de

Los rampos muy grandes

Hallo Leute,
wie ihr wahrscheinlich schon alle mitbekommen oder über die Medien erfahren habt, steht „los rampos muy grandes“ nicht mehr. Wir sind traurig und wütend darüber, dass dieses Projekt, das wir sehr gerne unterstützt haben, auf so eine Weise scheitern musste. An dieser Stelle möchten wir deswegen zunächst unsere Solidarität mit den Leuten des Kollektivs der Rampe bekunden, deren Vorstellungen und Ziele zerstört wurde. Dennoch wollen wir klarstellen, dass wir anders als wiederholt behauptet, weder am Aufbau und schon gar nicht am Abriss der Rampe beteiligt waren. Wer die La Datscha kennt, weiß, dass wir nicht bei den kleinsten Problemen einknicken und aus Angst vor Repressionen kuschen, sonst würde es uns schließlich nicht geben. Wir werden auch weiterhin Projekte unterstützen, die den Bereich um die La Datscha besetzen und gestalten wollen, wenn sich die jeweiligen Gruppen der Bedeutung und Konsequenzen ihres Handelns bewusst sind. Leider war es bei einigen des genannten Kollektivs nicht der Fall. Das Umfeld der datscha ist kein Tummelplatz für verwöhnte Mittelstandsgören. Mensch kann nicht den Revolutionär mimen und sich dann wundern, dass es ein blaues Auge geben könnte.
Frust beiseite, wir wollen hier noch einmal allen Leuten danken, die mit ihrer Anwesenheit und ihren Engagement ihre Unterstützung gezeigt haben.

Die Stadt gehört allen! One struggle, more fights!

Raus auf die Straße! Antifaschistische Streetparade in Frankfurt (Oder)

Am 03.09.2016 wollen wir gemeinsam mit euch auf die Straße gehen, um gegen rassistische Hetze in Frankfurt (Oder) anzutanzen. Wir stehen für eine solidarische Gesellschaft, die sich gegen das herzlose und hasserfüllte Gezetere der Frankfurter Rechten einsetzt. Wir stehen für eine Gesellschaft, in der jede*r das Recht hat seinen Wohnort zu wählen, vor Krieg und Barbarei zu fliehen und auf ein besseres Leben zu hoffen.

Die rassistische Flüchtlingspolitik auf europäischer und nationaler Ebene schürt den Hass in dieser Gesellschaft und fördert den sozialen Unfrieden. Sie stellt sich in den Dienst der Wutbürger*innen und entrechtet Menschen, die in Europa Schutz suchen. Die Abschottung und der Egoismus derjenigen, die in Wohlstand und Frieden leben können, steht denen gegenüber, welche aus Angst und Verfolgung alles hinter sich lassen mussten, um in Sicherheit weiter leben zu können.

Der Rechtsruck in Europa ist ein Ausdruck für die Befürchtung etwas vom großen Kuchen abgeben zu müssen. Dieser Hass entlädt sich überall in Europa, so auch hier in Frankfurt (Oder).

Dem stellen wir uns entschlossen entgegen!
Gegen die soziale Kälte und Ausgrenzung stellen wir die Ideen von Emanzipation und Gleichberechtigung.
Gegen die Vereinsamung in unserer Gesellschaft stellen wir unsere Solidarität.
Gegen den rechten Hass stellen wir einen gemeinsamen Kampf für eine bessere Welt!

Am 03.09.2016 wollen Frankfurter Rassist*innen den Schulterschluss mit Ultranationalist*innen aus Polen üben und mobilisieren für eine erste länderübergreifende Demonstration. Wir werden ihnen die Straße an diesem Tag nicht überlassen. Gegen ein Europa der Vaterländer und gegen Abschottung und Mauern werden wir am 03.09.2016 mit unserer antifaschistischen Streetparade demonstrieren.

Startpunkt Streetparade: 13:00 Uhr am Bahnhof Frankfurt (Oder)

Zugtreffpunkt in Berlin: 11:45 Alexanderplatz Gleis 1 – Fahrtzeit 1h Stunde

!!Jetzt Neu!! facebookseite !!Jetzt Neu!!

Die Initiative Rund um die „Rampe des Anstoßes“ neben der Datscha hat nun eine facebookseite freigeschaltet:
Los Rampos Muy Grandes
…und hier könnt ihr eine Petition unterschreiben.


Am 1. September 2016, dem in Erinnerung an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen 1939 zum internationalen Antikriegstag ernannten Datum, treffen sich in Potsdam die Außenminister der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) um „neue Impulse für eine Friedenssicherung in Europa [zu] setzen.“

Den Frieden in Europa und überhaupt sichern, das klingt doch erstmal gut, warum also Kritik daran üben? Ein erster Blick auf die Zusammensetzung der OSZE dürfte eigentlich schon reichen. Die drei größten Rüstungsexporteure der Welt, die USA, Russland und Deutschland sind Mitglieder in der OSZE…hier weiterlesen

Los Rampos muy grandes!

Die am Havelufer errichtete Rampe ist fertiggestellt! Die Initiative Los Rampos muy grandes lädt aus diesem Anlass alles Interessenten dazu ein, mit uns am Dienstag dem 23.08. ab 17.00 die Halfpipe einzuweihen. Wir wollen mit euch zusammen in gemütlicher Runde skaten, Volleyball spielen, Kleidung bedrucken oder einfach am Strand baden und schnacken. Im Anschluss gibts zur regelmäßigen Vokü lecker veganes Essen. Zusätzlich sollt ihr auf den neusten Stand, in der entbrannten Debatte gebracht werden.

Die Stadt sind wir alle!




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: